„Die hessischen Jobcenter müssen die Möglichkeiten der neuen Grundsicherung ab dem 1. Juli konsequent nutzen. Denn inzwischen über 1.800 Langzeitarbeitslose in Darmstadt sind auch Folge unzureichender Aktivierungsmöglichkeiten im bisherigen Bürgergeld. Jobcenter und Landesregierung müssen jetzt Anzahl und Taktung der persönlichen Einladungen als ein zentrales Aktivierungsinstrumente deutlich nach oben schrauben. Ist eine Sofortvermittlung in Arbeit nicht möglich, sollten Arbeitslose die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen der Arbeitsverwaltung von der Weiterbildung bis zum Eingliederungszuschuss nutzen,“ erklärte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
„Mehr als 500 zusätzliche Langzeitarbeitslose in Darmstadt seit 2019 sind aber auch Folge der längsten Wirtschaftsflaute in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Deswegen muss der Bundesgesetzgeber endlich Reformen für geringere Arbeitskosten durch ausgabesenkende Sozialreformen, mehr Flexibilität beim starren Arbeitszeitgesetz, günstigere Energiepreise und weniger Bürokratie angehen. Die hessische Landesregierung muss den heimischen Standort etwa mit schnelleren Genehmigungsverfahren unterstützen. Dies stärkt die Investitions- und Einstellungsbereitschaft der Unternehmen“, sagte Widuch.
