Schutz der Demokratie – Zusammenhalt in der Gesellschaft

Widuch: Demokratischen Parteien können das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler nur durch konkrete, spürbare Verbesserungen im Alltag zurückgewinnen.

Prof. Deitelhoff: Um eine Zukunft für die Demokratie zu sichern, müssen wir uns öffnen für Wandel und auch für Verzicht.

 

Darmstadt. „Viele Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht Antworten. Antworten auf die wirtschaftliche Schwäche unseres Landes, hohe Steuern und Abgaben, steigende Energiepreise und darauf, wie die Zukunft unserer sozialen Sicherungssysteme gestaltet wird“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände im Rahmen der Veranstaltung „Wirtschaft im Dialog“ am 28. September 2026 vor ca. 100 Gästen aus Politik, Verwaltung, Justiz und Wirtschaft. Der Abend stand unter dem Thema „Schutz der Demokratie -Zusammenhalt in der Gesellschaft“ und unter dem Eindruck der Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Wer das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen und die Demokratie stärken wolle, so Widuch, müsse zeigen, dass demokratische Politik Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen dieser Zeit habe und Probleme lösen könne.

„Erforderliche Reformen müssen endlich kommen: Wir benötigen wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, deutlicher weniger Bürokratie, spürbare Entlastungen für Unternehmen und Beschäftigte, bezahlbare Energie sowie eine langfristig tragfähige Gestaltung unserer sozialen Sicherungssysteme. Demokratischen Parteien können das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler nur durch konkrete, spürbare Verbesserungen im Alltag zurückgewinnen.“

Auch die Referentin des Abends, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, des PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, nahm die Politik und die Bürger gleichermaßen in die Pflicht: „Die Politik ist gegenwärtig genauso verzagt wie die Bürger in unserer Demokratie. Sie diskutiert über Lösungen, aber traut sich gar nicht mehr, sie umzusetzen oder den Bürgern etwas zuzumuten. Um eine Zukunft für die Demokratie zu sichern, müssen wir uns öffnen für Wandel und auch für Verzicht. Wir werden nicht allen Wohlstand halten können, es wird für uns alle schwieriger werden, aber das wird es sowieso. Aber wenn wir den Kopf weiter in den Sand stecken und auf unseren Besitzständen beharren, dann werden wir den Wandel einfach nicht mitgestalten: Er geschieht uns, er kostet uns, aber wir haben keinen Anteil daran.“

Ansprechpartnerin

Fabienne Bardonner

Pressesprecherin und Kommunikation