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VhU Darmstadt und Südhessen zu den Fahrverboten in Darmstadt und der beschlossenen Ausweitung von Tempo-30-Zonen im Stadtgebiet

Widuch: „Fahrverbote in Darmstadt lockern!“ / Vermeidung von Staus und Lärm nicht mit Tempo-30-Zonen sondern nur durch neue Umgehungsstraßen und Ausbau des ÖPNV-Angebots möglich

24.02.2021

Darmstadt. „Wir begrüßen die Verbesserung der Luftqualität in Darmstadt durch eine sinkende Belastung mit Stickoxiden. Daher fordern wir, dass die bestehenden Fahrverbote überprüft und bei einer Einhaltung der Grenzwerte wieder gelockert werden. Fahrverbote dürfen nicht zum Dauerzustand oder zur grundsätzlichen Verkehrspolitik werden“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Bereits 2019 bei Einführung der Fahrverbote in Darmstadt hatte die VhU-Geschäftsstelle diese als umweltbelastend abgelehnt, da die massiven Ausweichverkehre mit zusätzlichem Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß nicht berücksichtigt werden.

Zudem kritisiert die VhU-Geschäftsstelle, dass an den Fahrverboten, mit der Begründung temporär abnehmender Verkehrsströme während des Corona-Lockdowns, festgehalten werde, gleichzeitig aber Verkehrsflächen in diesem Zeitraum neu aufgeteilt werden: „Einerseits treibt die Stadt eine Reduzierung der Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr voran, da der abnehmende Pkw-Verkehr dies angeblich rechtfertige. Andererseits soll an den Fahrverboten mit gegenteiliger Begründung festgehalten werden, da das gegenwärtige Verkehrsaufkommen aufgrund nur vorübergehend sinkender Pendlerzahlen nicht repräsentativ sei“, ergänzte Dirk Widuch.

Die Ausweitung von Tempo-30-Zonen, wie ab kommender Woche für die Kasinostraße beschlossen, lehnt die VhU-Geschäftsstelle als falsches Instrument zur Lärm- und Schadstoffreduzierung ab.

„Das Ziel, die Lärmbelastung für Anwohner in der gesamten Stadt zu senken und Staus aufzulösen, kann nicht durch weitere Tempo-30-Zonen sondern nur mit intelligenten verkehrspolitischen Maßnahmen und echten Alternativangeboten erreicht werden. Diese umfassen einen Ausbau der gesamten Verkehrsinfrastruktur, die Planung neuer Umgehungsstraßen zur Entlastung der Innenstadt sowie eine massive Steigerung der ÖPNV-Taktung bis ins Umland“, sagte Dirk Widuch.

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