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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen in Südhessen April 2011

28.04.2011

Darmstadt. Die positive Entwicklung am südhessischen Arbeitsmarkt setzt sich auch in diesem Monat fort und liegt nun bei 28.800 Arbeitslosen.
„Die zuletzt durchgehend positive Entwicklung des Arbeitsmarkts darf nicht den Blick dafür verstellen, dass wir gerade erst angefangen haben, die in mehreren Jahrzehnten einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik begangenen Fehler zu korrigieren.
Die Erfolge sind greifbar: Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 2.924. Diese Erfolge sind kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis von mutigen Reformen, die längst nicht vollendet sind. Statt Beschäftigung als prekär zu diffamieren und mit Verboten für Zeitarbeit und gesetzlichen Mindestlöhnen Arbeit zu verhindern, sollten wir gemeinsam daran arbeiten, den Aufstieg der Menschen in besser bezahlte Arbeit zu ermöglichen“, erklärte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Beziehe man die im Bezirk der Darmstädter Arbeitsagentur ausgewiesene Unterbeschäftigung mit ein, so liege die Zahl der Menschen ohne eine echte Beschäftigung bei 35.505, da diese in Arbeitsmarktmaßnahmen seien. Beschäftigungsformen wie Befristung und Zeitarbeit hätten in den mit Langzeitarbeitslosigkeit bis dahin verkrusteten Arbeitsmarkt die dringend nötige Bewegung gebracht. „Es ist eine grob verzerrte Darstellung, wenn jetzt Gewerkschaftsfunktionäre von Arbeit als Ramschware sprechen und Beschäftigung als prekär verteufeln. Befristete Beschäftigung und Zeitarbeit sind im Gegenteil chancenreich, weil sie vielfach in unbefristete Beschäftigungen übergehen und Zeitarbeitnehmer überwiegend aus Arbeitslosigkeit kommen. Hartz IV ist auch keine Endstation ohne Hoffnung, sondern eine Durchgangsstation auf dem Weg zu Arbeit und einem Leben aus eigener Kraft“, so Drechsler.

Arbeitslosigkeit sei in Hessen zwar regional äußerst unterschiedlich verteilt, in Südhessen bestätige sich dieses Bild aber nicht: Während hessenweit der ländliche Raum oftmals eine niedrigere Arbeitslosenquote aufweise als der Landesdurchschnitt, balle sich die Arbeitslosigkeit in den Städten. „In Südhessen liegt die Arbeitslosenquote jedoch zwischen 4,0% in Mörlenbach und 6,4% in Erbach. Darmstadt liegt mit 5,4% dabei also im Mittelfeld. Kommunen, Arbeitsagenturen und das Land sind dennoch aufgerufen, weiterhin eine gemeinsame Aktivierungsstrategie zu führen, denn das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit muss nachhaltig verfolgt werden“, sagte Drechsler.

Bei der Suche nach Arbeitskräften nutzen Unternehmen neben der Arbeitsagentur immer mehr Zeitungsannoncen und auch das Internet. Dies hat zur Folge, dass derzeit nur 5.048 der über 10.000 offenen Stellen bei der Agentur für Arbeit Darmstadt gemeldet sind.

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