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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Oktober 2015

Drechsler: „Zeitarbeit muss für Flüchtlinge schon nach drei Monaten möglich sein“

30.10.2015

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Oktober um 443 auf 20.609 gefallen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich damit unverändert stabil. „Deutschlandweit sind inzwischen fast 440.000 Menschen aus Asylzugangsländern auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Dies sind über 80.000 mehr als im Vorjahr und damit Vorboten für den bevorstehenden Belastungstest des Arbeitsmarkts. Dies muss Ansporn für alle sein, Flüchtlinge schneller in Beschäftigung zu bringen, damit sie ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten können“, sagte Wolfgang Drechsler, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Gute Chancen für einen Einstieg für Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt könne die Zeitarbeit bieten.

„Fast zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer in Deutschland waren vorher ohne Beschäftigung. Jeder Fünfte hat keinen deutschen Pass. Dies beweist, dass Zeitarbeit ein Integrationsinstrument erster Güte ist, das jetzt endlich auch Flüchtlingen zur Verfügung stehen muss. Wie vom Bundeskabinett schon einmal im August beschlossen, später aber nicht umgesetzt, muss Zeitarbeit für Flüchtlinge wie jede andere Beschäftigung auch nach dem dritten Monat möglich sein“, sagte Drechsler.

Leider verfügten derzeit weder das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, noch die Bundesagentur für Arbeit über verlässliche Zahlen zu den Qualifikationen der Flüchtlinge.

„Solange die Qualifikationen nicht erfasst werden, kann keine systematische Vermittlung stattfinden. Daher müssen die Arbeitsagenturen und Jobcenter die vorhandenen Qualifikationen rasch ermitteln. Gerade Deutschkenntnisse sind nicht nur die Grundbedingung für den gesellschaftlichen und beruflichen Zugang von Flüchtlingen, sondern auch für einen funktionierenden Arbeitsschutz. Denn nur wer alle Anweisungen und Sicherheitsbestimmungen versteht, kann diese auch zu seiner eigenen Sicherheit beachten. Der Bund und vor allem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind daher dringend dazu aufgerufen, ausreichende Kapazitäten für die Sprachförderung von Flüchtlingen zu schaffen“, sagte Drechsler.

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