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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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VhU Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Juni 2016

Warnsignal: Rückgang der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe

01.07.2016

Darmstadt. Im Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 19.762 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 120 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, liegt unverändert bei 4,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,8 Prozent.

„Erfreulich ist die anhaltende Rekordbeschäftigung in Südhessen“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen. Wer sich aber aufgrund der jetzt noch täuschend guten Lage am Arbeitsmarkt in Sicherheit wiegt, verkennt die Zeichen der Zeit. Die gute Konjunktur wird getragen von Sonderfaktoren, die sich schnell ändern können. Schon jetzt gibt es erste Anzeichen für einen beginnenden Abschwung am Arbeitsmarkt.

„Die Zahl der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe - ohne Baugewerbe - geht im Vergleich zum Vorjahr bereits seit dem 2. Quartal 2015 zurück. Hessen steht hier schlechter da als Deutschland insgesamt. Dies ist ein deutliches Warnsignal. Denn das produzierende Gewerbe bildet die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Wo weniger Menschen etwas produzieren, braucht man auch weniger Logistik, weniger Handel und weniger Dienstleistung. Es ist daher zu befürchten, dass die gute Zeit am Arbeitsmarkt bald zu Ende geht. Die Große Koalition in Berlin, die eine Umverteilungs-maßnahme auf die andere stapelt, muss jetzt entschieden gegensteuern, statt neue Belastungen für die Unternehmen nachzuschieben. Wir fordern die Schwarz-Grüne Landesregierung auf, sich über den Bundesrat für einen unverzüglichen finanziellen und bürokratischen Belastungsstopp von Unternehmen und für Stabilität bei den Lohnzusatzkosten einzusetzen. Gegenzusteuern ist einfacher, solange es der deutschen Wirtschaft noch gut geht“, sagte Drechsler.

Forderungen nach mehr steuer- und beitragsfinanzierten Leistungen und regulatorischen Eingriffen in die Arbeitswelt sind verfehlt. Immer neue soziale Wohltaten wie die Rente mit 63 und die Mütterrente treiben die Lohnzusatzkosten in die Höhe. Außerdem führten unnötige Eingriffe wie der Mindestlohn und neue Auflagen bei Werkverträgen und Zeitarbeit dazu, dass zusätzliche Bürokratie den Unternehmen die Luft zum Atmen nimmt. „Wenn Arbeit immer teurer und komplizierter wird, führt das zur Vernichtung von Arbeitsplätzen. Wollen wir wirklich erst auf den Abschwung warten und dann schmerzhafte Einschnitte vornehmen, wie Anfang des Jahrtausends?“, fragte Drechsler.

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