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VhU-Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im April 2017

Drechsler: „Zahl der beschäftigten Schwerbehinderten in Südhessen gestiegen“ // Hessische Wirtschaft Nr. 1 bei Integration // Stärkere Wirkungskontrolle der Förderprojekte

03.05.2017

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im April leicht um 130 auf 20.803 gestiegen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent. Die ansonsten saisontypische Frühjahrsbelebung im April blieb aus, da die ersten Flüchtlinge sich arbeitslos gemeldet haben. Der südhessische Arbeitsmarkt bleibt trotzdem robust, wovon erfreulicherweise auch Menschen mit schweren Behinderungen profitieren. Denn die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten in Südhessen ist im Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent auf zuletzt 1.197 gefallen.
„Mit 5,8 Prozent hat Südhessen eine niedrige Schwerbehindertenarbeitslosenquote. Die südhessische Wirtschaft beweist hiermit, dass sie behinderte Menschen als leistungsorientierte Arbeits- und Fachkräfte ernst nimmt“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Obwohl es nur 1.197 arbeitslose Schwerbehinderte in Südhessen und rund 13.000 in ganz Hessen gebe, hätten die hessischen Arbeitgeber zuletzt Ausgleichsabgabe für rund 20.000 unbesetzte Pflichtarbeitsplätze gezahlt. Alleine im Jahr 2015 seien so rund 45 Millionen Euro an das Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen geflossen.
„Das Integrationsamt macht aktuell nur zaghafte Ansätze bei der Prüfung, inwieweit die Fördermittel aus der Ausgleichsabgabe schwerbehinderten Menschen zu einer dauerhaften Beschäftigung verhelfen. So kann etwa der Erfolg des Hessischen Perspektivprogramms für schwerbehinderte Menschen keinesfalls allein anhand ausgezahlter Prämien festgestellt werden. Das Integrationsamt muss wissen, wer dadurch in Arbeit gekommen und geblieben ist. Nur so können alle Beteiligten eine Idee von einer wirksameren Förderung entwickeln“, sagte Drechsler.

Die VhU Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen fordere deshalb seit langem, dass endlich alle Fördermaßnahmen und -projekte für Schwerbehinderte auf ihre Wirkung überprüft werden sollten. „Schon ein Datenabgleich mit der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit könnte aufzeigen, was besonders gut hilft, mehr Schwerbehinderte in Arbeit zu bringen und auch dauerhaft in Beschäftigung zu halten. Sofern der Sozialdatenschutz dem tatsächlich entgegenstehen sollte, wie dies vom Integrationsamt vertreten wird, müssen schleunigst die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Das Integrationsamt sollte seine Maßnahmen genauso auf Wirkung und Wirtschaftlichkeit hin überprüfen, wie das auch die Bundesagentur für Arbeit tut“, sagte Drechsler.


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