Menü

Unternehmerverband Südhessen e.V.

Haus der Wirtschaft Südhessen
Rheinstraße 60
64283 Darmstadt

Postfach 11 01 64
64216 Darmstadt

06151 2985-0
pr.darmstadt@remove.this.uvsh.de

Hier finden Sie eine Anfahrtsbeschreibung samt Skizze: PDF Download

Unternehmen brauchen Planungs- und Investitionssicherheit

24.03.2011

Darmstadt. „Eine verlässliche Politik gestaltet Rahmenbedingungen und ermöglicht den Unternehmen Marktkräfte zu entfalten, die Wachstum und Beschäftigung fördern“, sagt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen (VhU), und fordert von den Politikern mehr Verlässlichkeit und langfristige Entscheidungen, die über die Dauer einer Legislaturperiode hinaus gehen.

Welche Rahmenbedingungen Unternehmen Planungs-, Standort- und Investitionssicherheit geben, darüber wird zusätzlich zur Kommunalwahl am 27. März 2011 in einer Volksabstimmung abgestimmt.
Darunter fällt etwa die Schuldenbremse. „Wir sagen Ja zur Schuldenbremse in der hessischen Verfassung. Die junge Generation hätte kein Verständnis, wenn sie von uns einen unbezahlbaren Sozialstaat oder völlig überschuldeten Staatshaushalt hinterlassen bekäme“, so Drechsler. Die Zinslast wird zur tickenden Zeitbombe – schon jetzt muss das Land Hessen 1,3 Mrd. € für die Zinstilgung aufbringen. Die Gestaltungskraft des Landes müsse gewährleistet bleiben und dürfe nicht in einer Schuldenfalle – zur Zeit über 37 Mrd. € – enden.

Auch die Gestaltungsfreiheit der Wirtschaft müsse erhalten werden. Hilfreich bei der Krisenbewältigung sei die Zeitarbeit gewesen, die Unternehmen helfe, flexibel auf Marktentwicklungen und Auftragsspitzen zu reagieren. „Wer die fehlende Verteilungsgerechtigkeit beklagt, übersieht die
Potenziale der Chancengerechtigkeit, die die Zeitarbeit vielen Geringqualifizierten durch neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet hat“, erklärt Drechsler. Auch die über 9.000 offenen Stellen, die bei rückläufiger Arbeitslosenzahl im Februar in Südhessen unbesetzt geblieben sind, zeigen deutlich, dass Arbeitsplätze nicht abgebaut, sondern geschaffen werden.

Weiteren Handlungsbedarf sieht er bei der Energiepolitik. Wichtig sei es, dass die Stromproduktion zuverlässig, sicher und bezahlbar bleibe. Der Übergang zu erneuerbaren Energien dürfe nicht unüberlegt und hastig verlaufen, sondern müsse besonnen angegangen werden.

„In den vergangenen zwölf Jahren haben sich die staatlichen Steuern und Abgaben auf den Strompreis verdoppelt und Firmen mit einem hohen Energieverbrauch fangen an, über alternative Produktionsstandorte nachzudenken“, stellt er fest.

Der Staat müsse sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Bürokratische Aufwände und langwierige Genehmigungsverfahren seien abzubauen. Dies spare Zeit- und Arbeitsaufwand auf beiden Seiten.

„Wir benötigen weniger Bürokratie und mehr Innovation, denn nur Innovation lässt Fortschritt, Arbeitsplätze und Wohlstand wachsen“, so Drechsler.

Zurück zur Übersicht

Aktuelles

Ihre Ansprechpartnerin

Fabienne Bardonner, B.Sc.

Leiterin Kommunikation und Gesellschaftspolitik

06151 2985-42
fbardonner@remove.this.uvsh.de