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Tarifverhandlungen 2012 in der Metall- und Elektroindustrie

Drechsler: „Den Erfolgskurs beibehalten, solidarisch Arbeitsplätze sichern und neue aufbauen“

06.03.2012

  • Betriebliche Flexibilität stärken
  • Zeitarbeit ein Türöffner für Arbeit
  • Kein Übernahmezwang

Darmstadt. Anlässlich der ersten Tarifverhandlung in der hessischen Metall- und Elektroindustrie kritisiert der Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V., Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen, Wolfgang Drechsler, das Forderungspaket der IG Metall mit 6,5 Prozent mehr Lohn, Ausweitung der Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten beim Einsatz von Zeitarbeitskräften sowie die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden „als unverhältnismäßig und schädlich für Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“.

 „Wir können doch nicht übersehen, dass wir gerade aus der tiefsten wirtschaftlichen Krise der Nach-kriegszeit kommen und es heute unmöglich ist, zu wissen, wie ein Betrieb in ein oder zwei Jahren wirtschaftlich dasteht.“ Deshalb gelte es, den gemeinsamen Erfolg einer vorausschauenden Tarifpolitik fortzusetzen. Dies schließt Lohnerhöhungen ebenso ein wie Flexibilität und Anpassungsfähigkeit für unsichere Zeiten.

In puncto Zeitarbeit und Werkverträgen verweist er darauf, dass durch das Betriebsverfassungsgesetz die Mitbestimmungsrechte umfassend geregelt sind. „Warum ignoriert die IG Metall, dass Hunderttausende mit Hilfe der Zeitarbeit Arbeit gefunden haben und Zeitarbeit in einer immer volatileren Welt unverzichtbar ist, um Arbeitsplätze zu sichern?“

Was den „Übernahmezwang“ für Auszubildende betrifft, so stellt Drechsler klar, dass  über 70 Prozent der Azubis von den Betrieben übernommen werden und die anderen zum einen den Arbeitgeber wechseln, oder sich durch ein Studium weiterqualifizieren. Würden nun die Unternehmen gezwungen, alle Auszubildenden – unabhängig von den tatsächlich während der Arbeit gezeigten Leistungen und des tatsächlichen Bedarfs – unbefristet zu übernehmen, würde dies zu einem Rückgang der Ausbildungsbereitschaft führen.

Die Konsequenz wäre, dass dann generell weniger Auszubildende eingestellt werden. „Wer Solidarität mit Schwächeren fordert und die demographische Entwicklung kennt, der muss dies auch in der Praxis beweisen und darf keine neuen Hürden für Bewerber mit schwächeren Schulabschlüssen aufbauen“, mahnt Drechsler.

 

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