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Mit Schokolade, Legosteinen, 3-D-Druckern und OLEDs gegen die MINT-Lücke

8. Südhessischer Nawi-Fachtag bei Merck

07.06.2016

Darmstadt. „Der südhessische Nawi-Fachtag ist ein gefragter Termin mit besonderem Flair. Hier können Fachlehrer mit Kollegen fachsimpeln und sich mit Experten aus Wissenschaft und Forschung über neueste Forschungsergebnisse und innovative Ideen zur Wissensvermittlung im Unterricht austauschen“, sagt Reinhold Stämmler, Geschäftsführer der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Südhessen, zum Auftakt des 8. Südhessischen Nawi-Fachtags am  7. Juni 2016 bei Merck.

Dr. Christa Jansen, Leiterin der Schulförderung bei Merck, freut sich, dass „das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt zum wiederholten Male am Stammwerk Darmstadt Gastgeber ist, zumal der Bedarf an qualifizierten MINT-Arbeitskräften künftig durch die Digitalisierung weiter steigt.“

Aktuell fehlen den deutschen Unternehmen schon über 170.000 Arbeitskräfte im MINT-Bereich. Im Vergleich zum Jahr 2014 ist die MINT-Lücke um 70 Prozent gestiegen, vor allem Facharbeiter sind gefragt. Dies geht aus dem gerade erschienenen MINT-Frühjahrsreport des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Ein weiteres Fazit des Reports: Bisher hat die Flüchtlingsmigration kaum zur MINT-Fachkräfte-Sicherung beigetragen, während die abschlagsfreie Rente mit 63 den Betrieben zusätzlich rund 20.000 Fachkräfte entzogen hat.

„Bereits seit Jahren weisen wir darauf hin, dass Deutschland die MINT-Fachkräfte ausgehen. Bei den MINT-Akademikern wird noch Beschäftigung aufgebaut, jedoch ist die hohe Studienabbrecherzahl besorgniserregend. Auch in der Berufsausbildung ist die Zahl der Auszubildenden seit 2011 jährlich um 36.000 gesunken“, so Stämmler. Kaum verwunderlich also, dass der Nawi-Fachtag die Neugier von Schülern für naturwissenschaftlich-technische Fächer – von der Grundschule bis zum Abitur – wecken soll.

Am Vormittag können sich die rund 100 Teilnehmer in Vorträgen unter anderem über den „chemischen Sinnesrausch Schokolade“, OLEDs aus dem Koffer und einen molekularbiologischen Baukasten zum Abnehmen eines genetischen Fingerabdrucks informieren. In den vier Workshops am Nachmittag geht es darum, wie man Technik für Schüler besser erlebbar machen kann – sei es mit Lego Education, dem „Juniorlabor“ von Merck und TU Darmstadt oder dem Lernen mit Solidworks. Abschließend erfolgt eine Präsentation der Workshop-Ergebnisse im Plenum.

„Diese praktisch ausgerichtete Herangehensweise zeigt, wie motivierend der mit Anwendungsbezügen gestaltete MINT-Unterricht ist. Das pädagogische Element des Erfahrbaren macht die Faszination MINT aus. Es ist das Salz in der Suppe. Gerade der Blick auf die Zukunftstechnologien verdeutlicht, warum mehr Zeit für eine solide Basisbildung und einen fächerübergreifenden Projektunterricht benötigt wird, um Technik und berufliche Anwendungen besser begreifen zu können“, betont Stämmler.

Dr. Christa Jansen, Leiterin der Schulförderung bei Merck, und Prof. Dr. Amitabh Banerji, Institut für Chemie und ihre Didaktik, Universität zu Köln.
Der Vortrag „Schokolade – ein chemischer Sinnesrausch (mit Verkostung)“ von
Prof. Dr. Klaus Roth (Institut für Chemie, Freie Universität Berlin).
V.l.n.r.: Reinhold Stämmler (Unternehmerverband Südhessen), Dr. Christa Jansen (Merck KGaA), Prof. Dr. Amitabh Banerji (Universität Köln), Oberstudienrat Marc Grahmann (Georg-Büchner-Gymansium Bad Vilbel), Dr. Thomas Schneidermeier (Zentrum für Chemie), Prof. Dr. Klaus Griesar (Merck KGaA) und Prof. Dr. Klaus Roth (Freie Universität Berlin).
 

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