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Jürgen Streit, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Südhessen: „60 jährige Erfolgsgeschichte der Europäischen Union konsequent fortsetzen“

Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des europäischen Parlaments und FDP Abgeordneter: „Europas Zukunft: Offene Märkte, friedlicher Ausgleich nationaler Interessen, weltoffene Geisteshaltung und strikte Stabilitätspolitik"

15.03.2017

Darmstadt. „Europa muss im Zeitalter rasanten technologischen Wandels, des anhaltenden Migrationsdrucks, der protektionistischen Tendenzen und des vereinfachenden Populismus den Zusammenhalt stärken. Hierfür ist eine proaktive europäische Haltung genauso notwendig, wie auch eine europäische Vision, die neue Einsichten vermittelt und Kraft zur Vollendung des Unvollendeten gibt", forderte Jürgen Streit, der neue Vorsitzende des Unternehmerverbandes Südhessen, am 15. März im öffentlichen Teil der Jahresmitgliederversammlung in Darmstadt.

Die europäische Demokratie gründe sich auf eine durch freie Wahlen in den 28 Mitgliedstaaten legitimierte und zeitlich begrenzte Macht. Diese sei nach rechtsstaatlichen Prinzipien verfasst und immer wieder aufgerufen, den Wert der Freiheit als wichtiges Fundament einer gemeinsamen europäischen Zukunft zu erneuern.

Hierfür bedürfe es, so Streit, mit Blick auf eine bald 60-jährige Erfolgsgeschichte der Europäischen Union auch einer wettbewerbsfähigen und erfolgreichen Wirtschaft. Ohne Wachstum und Wertschöpfung seien die Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und weiter wachsendem Wohlstand für alle kaum zu realisieren.

In seinem Vortrag „Europa-Abgesang oder Neubeginn? Herausforderungen für Deutschland“ skizzierte Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, die aktuellen Herausforderungen der EU.

„Die Welt ändert sich in rasantem Tempo, zu oft auch in die falsche Richtung. Russland, Türkei, Afrika, Brexit und Trump definieren das strategische Umfeld der EU, in dem kein einzelner Mitgliedstaat alleine zurechtkommen kann. Die objektive Notwendigkeit für ein starkes und handlungsfähiges Europa ist zweifelsfrei gegeben. Gleichzeitig erstarken im Inneren unserer Mitgliedstaaten nationalistische und sozialistische Kräfte sowie völkische Gruppierungen, die gegen Minderheiten hetzen, auf Grundfreiheiten pfeifen und die EU abwickeln wollen. Die Institutionen der EU und die demokratischen Kräfte in Europa dürfen deshalb nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange stehen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen eine EU, die funktioniert und ihren Interessen dient. Deshalb müssen wir uns auf die Bereiche konzentrieren, in denen Europa einen Mehrwert bietet: Sicherheit an unseren Außengrenzen, Schutz vor Terrorismus, Wachstumszuwachs und sozialer Zusammenhalt in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung, Erschließung neuer Märkte durch Freihandelsabkommen, gerechte Verteilung der Flüchtlinge, Vereinfachung der komplizierten EU-Strukturen und eine erfolgreiche gemeinsame Außenpolitik, die diesen Namen auch verdient.“
Streit erinnerte in seinem Schlusswort an die Werte, die das Fundament für das vereinte Europa bilden. „Für Frieden und Freiheit, Freizügigkeit, Menschenrechte, Gleichberechtigung und Wohlstand müssen wir als Bürger Deutschlands und als Bürger der Europäischen Union gleichermaßen eintreten, denn ein Rückfall in die frühere Kleinstaaterei ist keine Lösungsstrategie.“

Graf Lambsdorff
Streit (links) und Graf Lambsdorff

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