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Drechsler: "Langzeitarbeitslose effizient und nachhaltig vermitteln"

02.02.2011

Darmstadt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Südhessen um 2.302 auf 30.373 im Januar ist winterbedingt und kein Zeichen für einen Einbruch des Arbeitsmarktes. "Bei aller Robustheit des Arbeitsmarktes ist die Langzeitarbeitslosigkeit unverändert das dramatischste Problem. Zwar sind Erfolge im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit bereits zählbar, aber noch viel zu gering. Deutschlandweit haben 500.000 Hartz-IV-Empfänger seit dem Start von Hartz IV im Jahr 2005 noch keinen einzigen Tag gearbeitet. Ich fordere Kommunen und Jobcenter in Südhessen auf, sich um diesen harten Kern der Langzeitarbeitslosen noch intensiver zu kümmern und ihn auf ein Leben mit Beschäftigung vorzubereiten. Hierfür steht ein breites Instrumentarium bereit, das die Arbeitsvermittler engmaschig nutzen müssen. Auch die Vermittlung in erforderlichenfalls auch niedrig entlohnte Arbeit muss vor allem durch regelmäßige Einladungen in die Jobcenter und Trainingsmaßnahmen konsequent verfolgt werden", sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Die jetzt wieder von Vielen geforderte deutliche Erhöhung des Hartz-IV-Satzes als Ergebnis des laufenden Gesetzgebungsverfahrens bringe niemanden in Beschäftigung und lenke vom eigentlichen Thema ab. "Die vom hessischen DGB angezettelte Kampagne für Widersprüche und Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide ist verantwortungslos und hindert Optionskommunen und Jobcenter im schlimmsten Fall daran, ihrer schwierigen Aktivierungsarbeit nachzugehen. Wenn das Gesetz fertig ist, wird der Hartz-IV-Satz ohnehin rückwirkend zum Januar leicht erhöht. Der DGB sollte hier in sich gehen und noch einmal darüber nachdenken, ob er damit den Arbeitslosen wirklich hilft", sagte Drechsler.

Die Unternehmen in Südhessen suchen mehr als doppelt so viele Arbeitskräfte, als dies die 4.283 bei den südhessischen Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen ausweisen, weil z. B. mit Zeitung oder Internet auch andere Wege für die Arbeitskräftesuche zur Verfügung stehen. Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Südhessen beläuft sich somit auf rund 8.500 Stellen in nahezu allen Berufen vom Lagerarbeiter bis zum Ingenieur. Arbeitsuchende sollten deshalb über den Vermittlungsservice der Arbeitsagenturen hinaus auch eigeninitiativ offene Stellen recherchieren.

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