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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Dezember 2015

Drechsler: „Frühere Integrations-Fehler bei Flüchtlingen nicht wiederholen / Sprache und Berufsausbildung entscheidende Erfolgsfaktoren“

06.01.2016

Darmstadt. Während die Zahl der Arbeitslosen in Hessen im Dezember 2015 leicht angestiegen ist (plus 956 auf 168.165), sank sie in Südhessen weiter (minus 397 auf 19.840). Zum Jahresende ist der Arbeitsmarkt damit auf hohem Niveau stabil – auch dank des milden Winters.

„Die große Anzahl der Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Gewalt in Deutschland Schutz suchen, stellt die Wirtschaft vor eine große Integrationsaufgabe, die wir annehmen. Unser Ziel ist es, so viele wie möglich von ihnen als Arbeits- und Fachkräfte am Arbeitsmarkt unterzubringen. Entscheidend für ein selbstbestimmtes Leben in unserer Leistungsgesellschaft sind aber die Beherrschung der deutschen Sprache, der gelebte Respekt vor unserer Kultur der religiösen Toleranz und Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie eine profunde berufliche Ausbildung, ohne die der Zugang zum Arbeitsmarkt fast unmöglich ist. Diese Anstrengungen, ohne die eine Integration nicht möglich ist, muss die deutsche Gesellschaft von den Neuankömmlingen einfordern, und bei der Umsetzung helfen“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Mit der dualen Berufsausbildung habe Deutschland ein von Fachleuten weltweit respektiertes berufsorientiertes Erfolgsmodell, das aber den Menschen in anderen Ländern nicht bekannt sei.
Umso wichtiger sei es, möglichst vielen Einwanderern dieses deutsche Modell nahezubringen und sie dorthin zu führen. „Denn genau hier haben wir jahrzehntelang bei der Integration Fehler gemacht, die wir bei den Flüchtlingen auf keinen Fall wiederholen dürfen“, so Drechsler.
       
Die Arbeitslosenquote von Ausländern in Hessen liege mit 12,5 Prozent dreimal höher als die der Personen mit deutschem Pass (4 Prozent). Im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt waren 6.057 Ausländer arbeitslos gemeldet (Vormonat: 6.182).
„Hauptursache hierfür ist die fehlende berufliche Qualifikation. Während lediglich rund 10 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund zuletzt keinen beruflichen Bildungsabschluss hatten, waren es bei den Personen mit Migrationshintergrund rund 38 Prozent. Damit sich diese negative Entwicklung nicht auch mit den hunderttausenden von Flüchtlingen fortsetzt, müssen diese mit Sprachförderung und Vorbereitungsqualifizierungen fit für Ausbildung und Arbeit gemacht werden“, sagte Drechsler.

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