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Drechsler: „Beschäftigungsrekord nicht durch neue Anspruchshaltung verspielen“

03.01.2012

  • VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Dezember 2011
  • Über 10.600 offene Stellen in Südhessen

Darmstadt. Der nur leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit im Dezember um fünf Arbeitslose auf 26.018 ist winterüblich und kein Anzeichen für einen Einbruch am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,9 Prozent.

„Die Jahresbilanz 2011 am südhessischen Arbeitsmarkt mit durchschnittlich 28.015 Arbeitslosen ist Teil des ‚German Jobmiracle’. Schon ein kurzer Blick über Deutschlands Grenzen kann jedem zeigen, wie wertvoll und bemerkenswert die Beschäftigungserfolge hierzulande sind. Ich sehe deshalb mit Sorge, dass Gewerkschaften, Sozialverbände und linke Politiker die Menschen ermuntern, auf ideale Arbeit zu warten, statt erst einmal einen weniger hoch bezahlten Job zu akzeptieren und sich daraus empor zu arbeiten. Die Folgen einer solchen Anspruchshaltung wären für Geringqualifizierte ebenso verheerend wie die populistische Forderung nach einem möglichst hohen staatlich festgesetzten Mindestlohn. Geringqualifizierte würden sich dadurch vielfach in Arbeitslosigkeit wiederfinden, statt in der gewünschten ‚besseren’ Arbeit“, erklärte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen. „Wir dürfen die mit den Arbeitsmarkreformen hart erarbeiteten Beschäftigungserfolge jetzt nicht durch eine neue Anspruchshaltung verspielen, sondern sollten gemeinsam daran arbeiten, soweit möglich den Aufstieg in besser bezahlte Arbeit zu unterstützen.“

Die Unternehmen hätten ein vitales Eigeninteresse daran, angesichts einer schrumpfenden Bevölkerung keine Arbeitskraft zu verlieren. Möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen entscheide aber auch über die Zukunft unseres Landes. Bund, Land und die meisten Kommunen lebten seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse und geben mehr Geld aus als sie einnehmen. Die Folge sei ein gigantischer Schuldenberg, den die öffentlichen Hände zum allergrößten Teil schon vor der Finanzkrise aufgetürmt hätten. „Weil schon heute eine Hälfte der Bevölkerung so gut wie keine Einkommensteuer zahlt und die andere Hälfte fast alles, lässt sich die Steuerschraube auch nicht bequem immer weiter anziehen, wie dies einige fordern. Fast jeder dritte in Deutschland erwirtschaftete Euro wird heute für Sozialleistungen ausgegeben. Die Antwort auf die Schuldenkrise kann deshalb nur mehr Arbeit und noch weniger Arbeitslosigkeit sein. Um dies zu erreichen, ist es klüger, an die erwiesenen Erfolge der Arbeitsmarktreformen anzuknüpfen als den Schalmeienklängen von Gewerkschaften zu vertrauen“, so Drechsler.

Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Südhessen beläuft sich auf rund 10.600 und damit mehr als doppelt so viel, als die bei der Agentur für Arbeit knapp 4.800 gemeldeten Stellen. Begründet ist dies darin, dass mit Internet, Zeitungen oder persönlichen Netzwerken auch zahlreiche andere Suchwege zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen: Das Programm der VhU für eine „Perspektive Vollbeschäftigung“ erhalten Sie unter www.vhu.de

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