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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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Die Arbeitswelt der Zukunft ist agil und dynamisch

13. Darmstädter Forum gibt Antworten für Personalmanagement und Unternehmenskultur

08.08.2018

Prof. Dr. Stephan Weinert (Hochschule Ludwigshafen), Dirk Widuch (UVSH), Dr. Peter Dern (Software AG), Moderatorin Dr. Cornelia Seitz (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V.), Artur Wirt (Bosch Rexroth AG), Dr. Christian Röck (UVSH) und Philip Heßen (Merck KGaA) (v.l.n.r) beim 13. Darmstädter Forum für Arbeitsrecht und Personalmanagement.

Darmstadt. Die Chancen und Herausforderungen von Agilität in Management und Organisation diskutierten 100 Teilnehmer des 13. Darmstädter Forums für Arbeitsrecht und Personalmanagement der Unternehmerverbände Südhessen am 08. August 2018 im Haus der Wirtschaft Südhessen in Darmstadt.

„Innerhalb digitaler Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle entwickeln sich auch neue Unternehmenskulturen. Diese sind geprägt von Agilität, Transparenz, Offenheit und Fehlertoleranz sowie einer abteilungs- und unternehmensübergreifenden Kooperation und Kommunikation.
Dabei werden die klassischen Formen der Zusammenarbeit zunehmend durch agile Arbeitsprozesse abgelöst, sodass sich auch Arbeitszeiten, Arbeitsanforderungen, Kommunikationskanäle und der Arbeitsort verändern. Für die agilen Verfahren sowie digitalen Prozess- und Organisationsmethoden sind gesetzgeberische Anpassungen des Arbeitszeitgesetzes dringend notwendig. Dies gilt ganz besonders für Regelungen der Arbeitnehmerüberlassung und des Beschäftigtendatenschutzes an das agile und digitale Zeitalter. Auch betriebliche Vereinbarungen müssen diesbezüglich ergänzt werden, denn die innovative südhessische Industrie- und Dienstleistungsbranche erlebt aktuell einen besonders dynamischen Wandel. Daher gestalten wir als Verbände den agilen Wandel aktiv mit, agieren adaptiv und reagieren auf Änderungen zeitgleich mit deren Entstehen.
Für unsere Verbände heißt dies als zentrale Aufgabe, ein dynamisches Netzwerk für unsere Mitgliedsunternehmen zu sein und diese ziel- und lösungsorientiert in allen arbeitsrechtlichen Fragen und proaktiv bei der agilen Transformation zu beraten und zu begleiten“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen.

Für Artur Wirt, Gruppenleiter Software-Entwicklung und Agile Coach bei der Bosch Rexroth AG Erbach, sind agile Methoden die Antwort auf sich verändernde Rahmenbedingungen:
„Die Bosch-Gruppe beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Thema Agilität und gestaltet den Wandel in Richtung einer zukunftsorientierten Führungs- und Unternehmenskultur. Im Vordergrund der ganzen Aktivitäten steht die Veränderung der Märkte und Kundenanforderungen. Mit Hilfe von interdisziplinären Teams und einer anpassungsfähigen Organisationsform begegnet Bosch Rexroth Business Unit ‚Automation & Electrification Solutions‘ den globalen Herausforderungen im digitalen Zeitalter.“

Agile Methoden und Arbeitsprozesse sind dabei Innovationstreiber und können bisher wenig genutzte Wachstumspotenziale freisetzen und beschleunigen:

„Das Thema agile Arbeitswelten ist derzeit in aller Munde. Gemeinsam mit anderen Unternehmen wollen wir der Volkswirtschaft Deutschland Lust machen auf neue Arbeitsformen und dabei den Wettbewerbsvorteil des Standorts Deutschland stärken“, sagte
Philip Heßen, Personalleiter Deutschland beim Unternehmen Merck.




Prof. Dr. Stephan Weinert, Professor für BWL, insbesondere Internationales Personalmanagement, am Fachbereich Marketing und Personalmanagement der Hochschule Ludwigshafen geht davon aus, dass ein erfolgreiches Personalmanagement bereits beim Recruitmentprozess beginnt: „Agile Organisationen setzen gezielte Personalauswahl und -entwicklung zwingend voraus.“

„Durch den gegenwärtigen Wandel unserer Arbeitswelt, verändern sich Organisations- und Führungsstrukturen in Unternehmen. Der Trend geht hin zu einer dynamischen Netzwerkbildung. Das bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Rolle von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Damit alle agilen Spielräume so weit wie möglich erschlossen werden können, ist es wichtig, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu kennen, in welchen sich die Akteure bewegen. Sind diese bekannt, kann agiles Arbeiten innovativ und im Rahmen des rechtlich möglichen gestaltet werden“, sagte Dr. Christian Röck, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Leiter der Rechtsabteilung der Unternehmerverbände Südhessen.





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