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Betriebliches Gesundheitsmanagement und „Mobile-Life-Balance“

23.06.2015

Die Referenten des 10. Darmstädter Forums gemeinsam mit der Moderatorin, Dr. Cornelia Seitz, und dem Geschäftsführer Wolfgang Drechsler (beide rechts im Bild). (Foto: Alex Heimann)

Darmstadt. Wie gelingt es, steigende Anforderungen in Beruf und Privatleben in eine gesunde Balance zu bringen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 10. Darmstädter Forum für Arbeitsrecht und Personalmanagement am 17. Juni 2015 im Haus der Wirtschaft Südhessen. Experten aus Wissenschaft und Praxis beleuchteten die neue Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Spannungsfeld zwischen Arbeitsmedizin, Personalentwicklung, gesetzlichen Regelungen und betriebswirtschaftlichen Erfordernissen.

Ruth Stock-Homburg, Professorin für Marketing und Personalmanagement an der TU Darmstadt, sah in der „Mobile Life Balance“ eine Herausforderung für das strategische Personalmanagement eines jeden Unternehmens: „Die einen präferieren eine strikte Trennung von Arbeits- und Privatleben. Die anderen sind erst dann zufrieden, wenn sie Arbeits- und Privatleben integrieren können.“ Wichtig sei aber für jeden Mitarbeiter, und zwar unabhängig von der Führungsebene, ausreichend Zeit für sich selbst zu haben. Und zwar sowohl im Betrieb, zum Beispiel für die eigene Weiterbildung, als auch privat.

Bärbel Schäfer, Vice President Human Resources bei der Software AG in Darmstadt, stellte sechs Bausteine ihres Unternehmens zur betrieblichen Gesundheitsförderung vor, darunter Angebote zu Ernährung und Gesundheitsfortbildung. Sie betonte, dass ein Arbeitgeber keine großen Summen in die Hand nehmen und zwingend ein eigenes Fitnessstudio anbieten müsse, um seiner Fürsorgepflicht gerecht zu werden. Oft hätten die Mitarbeiter schon konkrete Vorstellungen und es reiche aus, ihnen Übungsräume beziehungsweise entsprechende Trainer oder Zuschüsse anzubieten.

Rechtsanwalt Dirk Widuch, Leiter der Rechtsabteilung bei den Unternehmerverbänden Südhessen, sprach über „Gesundheits-Goodies und Arbeitsrecht“. Er unterschied zwischen gesetzlich verpflichtenden Arbeitsschutzmaßnahmen und freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Viele Ansprüche der Mitarbeiter resultierten aus der betrieblichen Übung, seien aber außerhalb des gesetzlichen Arbeitsschutzes kein Muss für den Arbeitgeber.

Dr. Johannes Wittmann, Leitender Arzt bei der Streit GmbH in Bensheim, referierte zum Thema „Ganzheitliche Gesundheit aus Sicht des Arbeitsmediziners“. Gesundheit sei ein angenehmes und durchaus nicht selbstverständliches Gleichgewicht von Risiko-und Schutzfaktoren, das zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt erneut in Frage gestellt werde. Wichtig seien deshalb ein ganzheitlicher Blick sowie das Reflektieren bisheriger betrieblicher Fördermaßnahmen.

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