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1. Mai 2017: Südhessische Unternehmer fordern Entlastung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Drechsler: „Kalte Progression und Solidaritätszuschlag schrittweise abschaffen“ // „Chancen der Digitalisierung nutzen, Bildung und Forschung fördern, zukunftsorientiert investieren“

28.04.2017

Darmstadt. „Angesichts konstant hoher Staatseinnahmen und Überschüssen im Bundeshaushalt, gibt es vielfältige Umverteilungsideen in der Politik. Anstatt auf Kosten der jungen Generation Wahlkampf zu betreiben, sind Entlastungen für Arbeitnehmer und Unternehmen sowie Investitionen in die Zukunft dringend geboten.
Der Arbeitsmarkt befindet sich derzeit in guter Verfassung, ist aber kein Selbstläufer.
Durch richtige Weichenstellungen und Investitionen im Bereich der (digitalen) Infrastruktur und Industrie 4.0 hat Deutschland die Chance, die Arbeitswelt von Morgen zukunftsorientiert zu gestalten und Innovation, Wachstum und Beschäftigung zu schaffen“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen, anlässlich des bevorstehenden Tags der Arbeit 2017.

Dazu sei es notwendig, dass der Abbau der ‚Kalten Progression‘ in der Steuergesetzgebung umgesetzt werde. Diese sei besonders ungerecht, da die Beschäftigten trotz Nominallohnsteigerungen im Endeffekt über weniger Geld verfügten.

Auch den Solidaritätszuschlag gelte es schnellstmöglichst abzuschaffen. Die von der Bundesregierung erst für 2020 geplante Reduktion sei vorzuziehen. Dies entlaste alle steuerpflichtigen Arbeitnehmer und trage zur Steigerung des verfügbaren Nettoeinkommens bei, so Drechsler.

Auch in die Verkehrsinfrastruktur müsse schnellstens investiert werden, forderte Drechsler. Dazu gehöre auch eine Rheinbrücke zwischen Gernsheim und Mainz, eine intelligente Verkehrswegeplanung, die Verbesserung des betrieblichen Mobilitätsmanagements und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur durch flächendeckendes Glasfasernetz und mobiles Highspeed-Internet sei notwendige Voraussetzung, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und den Arbeitsmarkt zukunftsfähig zu gestalten.
Der Staat müsse zudem seinen Bildungsauftrag durch Investitionen in Spitzenforschung und im Bereich Bildung 4.0 wahrnehmen, da bereits 2025 über 1 Mio. MINT-Fachkräfte fehlen werden:

„Digitale Bildung muss bereits im frühkindlichen Alter beginnen und in Schulen und Hochschulen signifikant ausgebaut werden. Dies gilt nicht nur für die digitale Infrastruktur sondern auch für die digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte. Eine Stärkung der MINT-Bildung ist dabei besonders wichtig. Betriebsnahe Weiterbildungsangebote ergänzen das lebenslange Lernen in der digitalen Welt. In Zeiten von Fachkräftebedarf und Digitalisierung aller Lebensbereiche ist die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Arbeits- und Geschäftsmodellen ein wichtiger Baustein zur Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen“, erklärte Drechsler abschließend.

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