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Berufswahl, eine spannende Zeit – Eltern erwünscht!

Anforderungen an die Berufsorientierung steigen unabhängig von der Schulform stetig – Eltern als Ratgeber wichtiger denn je

Die erste Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium ist zumeist keine Entscheidung fürs Leben – sie ist der Einstieg in die Arbeitswelt! Mit einer frühzeitigen und umfassenden Berufs- und Studienorientierung können die Schüler rechtzeitig auf die komplexe Aufgabe Berufs- und/oder Studienwahl vorbereitet werden, um diese weitgehend eigenständig und umfassend zu treffen. Praxiserfahrungen und Kontakte zur Berufswelt im Vorfeld der Entscheidung unterstützen diesen Prozess maßgeblich. Eltern sind wichtige Ratgeber im Prozess der Berufs- und Studienplanung.

Eine gelungene Berufsorientierung zeichnet sich durch handlungsorientierte Umsetzung aus, die bei den Schülern alle Ebenen anspricht: Hirn, Herz und Hand. Dabei werden ihnen bei der Entwicklung ihrer Vorstellungen von der Berufs- und Arbeitswelt Möglichkeiten geboten, die eigenen Vorstellungen in der Realität zu überprüfen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dieser Lernprozess gelingt nur, wenn die Schüler die Bereitschaft dazu mitbringen, sich mit der Arbeits- und Berufswelt auseinanderzusetzen. Es ist daher unabdingbar, auf die altersspezifischen Lebens- und Lernerfahrungen aufzubauen und bevorzugte Lernweisen zu berücksichtigen.

Berufsorientierung in allen Schulformen, die bis zum mittleren Schulabschluss führen, ist seit Jahren ein fester Bestandteil im schulischen Prozess der Berufswahlvorbereitung. Es gibt einen stetigen Austausch im Rahmen des Netzwerks „OloV“ einerseits und feste Qualitätsstandards für die Berufsorientierung sowie die Prozessbegleitung im Übergang von der Schule in den Beruf andererseits.

Deutliche Anforderungen an diese Gruppe von Schülern werden in den nächsten Jahren durch eine quantitative Ausweitung der inklusiven Beschulung und den Wechsel von Schülern aus Intensivklassen in die Regelklassen erwartet.

Vermehrt zeigt sich allerdings auch in den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe, dass es einen steigenden Anteil an Schülern gibt, für die aus unterschiedlichen Gründen ein Studium nicht die erste Wahl ist. Vielmehr kommt für diese durchaus eine Ausbildung im dualen oder schulischen System in Betracht. Auch für junge Menschen mit Zugangsberechtigung zu einem Studiengang ist es wichtig, die ganze Palette der beruflichen Möglichkeiten zu kennen, um einen nahtlosen Übergang in Studium und/oder Ausbildung zu realisieren. Die Praxis zeigt: Je mehr Möglichkeiten den jungen Menschen zur Verfügung stehen, umso schwerer fällt ihnen die Entscheidung.

Neben dem regionalen Angebot am Ausbildungs- und Studienmarkt wird die Entscheidung durch Faktoren wie z.B. Schule, Betrieb, Medien, Freunde, Freizeitaktivitäten, soziokultureller Hintergrund, Eltern und Familie maßgeblich beeinflusst. Das schülerseitige Ranking der Ansprechpartner im Entscheidungsprozess wird deutlich angeführt von den Eltern, dicht gefolgt von Lehrern und Berufsberatern.

Im Rahmen von Befragungen in unterschiedlichen Schulformen wurde deutlich, dass sich Eltern dieser Verantwortung durchaus bewusst sind. Es besteht allerdings ein großer Bedarf an erweiterten Informationen rund um den Berufswahlprozess. Konkret wünschen sich Eltern Informationen zu den Ausbildungsformen in Deutschland, Berufen und Berufsbildern, dem großen Bewerbungskomplex sowie dem Schulsystem. Als besonders hilfreich werden an dieser Stelle sowohl Printmedien als auch internetbasierte Informationskanäle gesehen.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Darmstadt bietet daher seit Jahren in Ergänzung der schulischen Elternabende ein umfangreiches Veranstaltungsangebot für Eltern an, das sowohl schulformunabhängige als auch schulformbezogene Inhalte berücksichtigt.

Angebote im Schuljahr 2017/18

Elternforum
Veranstaltung für Eltern-Kind-Tandems – Jahrgangsstufen 8–10 sowie ab E-Phase:

  • Donnerstag, 5. Oktober 2017, 1. Februar 2018 und 26. April 2018
  • jeweils von 18 bis 20 Uhr

Wege nach dem Abitur
Veranstaltung für Eltern, deren Kinder in der gymnasialen Oberstufe sind:

  • Donnerstag, 2. November 2017, 22. Februar 2018 und 15. März 2018
  • jeweils von 18 bis 20 Uhr

Susanne Berneit
Teamleiterin der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Darmstadt

Da die Zahl der Teilnehmerplätze begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter E-Mail schreiben oder per Fax unter 06151 304220 erforderlich.