VhU Darmstadt und Südhessen zum Aus für das Rechenzentrum in Groß-Gerau, Gewerbegebiet Lausböhl
Rechenzentren leisten erheblichen Beitrag zur digitalen Souveränität // Grundlage für digitale Transformation und Nutzung von KI
Darmstadt. „Dass Groß-Gerau sich gegen die Ansiedlung eines Rechenzentrums im Gewerbegebiet Lausböhl entschieden hat, bedauern wir“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU).
„Hessen gehört mit dem Rhein-Main-Gebiet zu den weltweit führenden Rechenzentrumsstandorten. Aber es besteht die akute Gefahr, dass durch Entscheidungen wie in Groß-Gerau Investitionen in andere Bundesländer verlagert werden.“ So verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Jahr 2025 deutlich höhere Wachstumsraten als Hessen.
„In einer Zeit großer geopolitischer Unsicherheit leisten leistungsstarke Rechenzentren einen erheblichen Beitrag zur digitalen Souveränität. Außerdem sind sie Grundlage für digitale Transformation und die Nutzung von KI. So gibt es jetzt schon zahlreiche Startups aus der Region, die ihr Geschäftsmodell auf KI basieren. Tendenz steigend. Und immer mehr Unternehmen aus traditionellen Branchen sind Anwender von KI. Wir sollten ein Interesse daran haben, deren Daten in Rechenzentren vor Ort zu verwalten und nicht außerhalb des europäischen Rechtsrahmens.“
Die Offenheit von Kommunen für die Ansiedlungen von Rechenzentren sei eine Seite der Medaille, so Widuch weiter. Die andere Seite sei die Schaffung der nötigen Rahmenbedingungen. „Dass das Land Hessen die Ansiedlung von Rechenzentren strategisch und koordiniert voranbringen möchte, begrüßen wir. Neben den erforderlichen Flächen, sind dafür eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung, der beschleunigte Ausbau von Stromnetzen und Netzanschlüssen, sowie eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur Voraussetzung.“
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