Arbeitsmarkt: Wirtschaft braucht weniger Bürokraten und weniger Bürokratie sowie schnellere Verfahren
Im November 2025 waren in Südhessen 23.608 Personen arbeitslos, 220 weniger als im Vormonat. Fast 299.000 Menschen waren sozialversichert beschäftigt.
Darmstadt. „Während der öffentliche Dienst immer größer wird, schrumpft die Industrie. So kann es nicht weitergehen. Die Politik muss endlich aufhören, immer neue Stellen in Ministerien, Rathäusern und allgemeiner Verwaltung zu schaffen. Die Industrie trägt viel zum Steuer- und Abgabenaufkommen bei und sorgt für viele weitere Arbeitsplätze in Handwerk und Dienstleistung. Weniger Bürokratie für Industrie und die Wirtschaft insgesamt und schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren stehen richtigerweise auf der Agenda der Landesregierung. Diese Vorhaben müssen jetzt konsequent vorangetrieben werden“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
„Steuern, Abgaben, Umlagen und Gebühren müssen endlich sinken. Dazu müssen Landesregierung, Landräte und Oberbürgermeister Prioritäten setzen und mit weniger Personal bessere Leistungen erbringen. Das klappt nur mit einer konsequenten Digitalisierung, etwa mit einer digitalen, auch KI-gestützten Antragsbearbeitung. Sämtliche Behörden müssen untereinander und mit den Bürgern endlich durchgehend digital kommunizieren, damit nicht dieselbe Information – etwa ein Ausweispapier oder ein Zeugnis bei der Arbeitszuwanderung – immer wieder neu vorgelegt werden muss. Mehr öffentliches Personal darf es darf es gezielt - falls erforderlich - für Kernaufgaben in Justiz, Polizei oder Schule geben, nicht aber über die gesamte Breite des öffentlichen Dienstes“, so Widuch abschließend.
Hintergrund:
338.000 Menschen arbeiten inzwischen für den öffentlichen Dienst in Hessen, das sind über 18 Prozent mehr als 2015. Dagegen ist die Zahl der Industriearbeitsplätze auf gut 380.000 gesunken.
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