Arbeitsmarkt Bergstraße und Odenwaldkreis

Arbeitskräftepotenzial schrumpft // Teilzeitquote steigt

Darmstadt. Das Arbeitskräftepotenzial im Landkreis Bergstraße und im Odenwaldkreis ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig ist die Teilzeitquote 2025 auf über 31 Prozent an der Bergstraße und über 32 Prozent im Odenwaldkreis gestiegen. Trotz schwieriger Wirtschaftslage hatten Agentur für Arbeit für die beiden Landkreise zusammen im Monat März fast 2.200 offene Stellen im Bestand. Dies zeigt: Der Druck nimmt zu, mehr Erwerbspotenzial für den Arbeitsmarkt zu mobilisieren.

"Das verfügbare Arbeitskräftepotenzial an der Bergstraße und im Odenwaldkreis nimmt ab“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU). „Mit dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand scheiden immer mehr Beschäftigte aus dem Erwerbsleben aus. Daher müssen wir alle realistischen Hebel nutzen, etwa mehr Vollzeitarbeit, eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie eine längere Lebensarbeitszeit. Zusätzlich braucht es mehr Flexibilität im Arbeitszeitrecht, um Betrieben wie Beschäftigten größere Spielräume zu ermöglichen." Der Bundesgesetzgeber solle daher von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umstellen. 

Zur Teilzeitquote sagte Widuch: „Die hohe Teilzeitquote – nicht nur in den beiden genannten Landkreisen, sondern in ganz Südhessen - verdeutlicht das Potenzial, das im Arbeitsmarkt steckt. Bedingung, dieses Potenzial zu heben, ist, dass die Politik Erwerbsarbeit attraktiver macht, statt sie durch hohe Steuern und Abgaben zusätzlich zu belasten. Die Beitragssatzspirale muss durch ausgabensenkende Strukturreformen gebrochen werden. Zugleich müssen Land und Kommunen Kinderbetreuungsangebote als entscheidenden Standortfaktor begreifen.“ 
 

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