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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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Innovationspreis 2019/2020 an südhessische Schulen verliehen

Bereits zum 21. Mal verliehen die Unternehmerverbände Südhessen die Preise für den diesjährigen Innovationswettbewerb an südhessische Schulen im Gesamtwert von 6.000 Euro. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit – Ideen für die Zukunft“ wurden drei Schulen als Preisträger in einem zweistufigen Verfahren durch die Jury ermittelt.

1. Platz: Max-Planck-Gymnasium Groß-Umstadt für die „Schülerfirma be-leaf“

2. Platz: Christoph-Graupner-Schule Darmstadt für das Projekt „Der Brotbeutel“

3. Platz: Stadtschule Michelstadt für das Projekt „Klimaschutzwoche mit Aktionstag“

Kurzbeschreibung der ausgezeichneten Projekte:

1. Platz: „Schülerfirma be-leaf“
(Max-Planck-Gymnasium Groß-Umstadt)


Das Max-Planck-Gymnasium ist das einzige Gymnasium des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Schule hat 1040 Schülerinnen und Schüler. Mit einem breiten Angebot an Leistungskursen, Fahrten und außerschulischen Lernorten möchte die Schule einen Brückenschlag zwischen humanistischem Traditionsbewusstsein und Vorbereitung auf die modernen Anforderungen der Lebens- und Arbeitswelt von morgen herstellen.

50 Schülerinnen und Schüler des MPG produzierten mit der Schülerfirma be-leaf nachhaltige Produkte, insbesondere aus dem Bereich Naturkosmetik. Diese wurden von der Naturkosmetik-AG und die Upcycling-AG der Schule, aber auch von der Projektgruppe selbst hergestellt.Die Produkte wurden anschließend auf einer gemeinsamen Projektwebsite vorgestellt und beworben.

Bei internationalen Projekttreffen („Handelsmessen“) mit Partnerschulen in Litauen, Italien und Spanien stellten die Teilnehmer im Rahmen eines Erasmus-Projekts gegenseitig ihre Vermarktungsstrategien vor, präsentierten ihre Produkte und verkauften sie auf Märkten. Sie tauschten unternehmerische Erfahrungen aus und erweiterten in Workshops und Vorträgen interkulturelles Wissen sowie ihr Business Knowhow. Außerdem wurden in jedem Land Unternehmen besucht, sodass die Schüler auch nachhaltige Produkte und Berufe, die Gepflogenheiten auf dem Arbeitsmarkt sowie die Arbeitsbedingungen im jeweiligen Land kennenlernten.

2. Platz: „Der Brotbeutel“
(Christoph-Graupner-Schule Darmstadt)


Die Christoph-Graupner-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg werden ausgehend von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihren Interessen und Verhaltensweisen durch gezielte Maßnahmen und Hilfsangebote so gefördert, dass ihnen Lernfortschritte in allen Entwicklungsbereichen ermöglicht werden. Diese individuelle Förderung hat das Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, selbstbewusst und weitestgehend eigenverantwortlich in Familie, Gesellschaft und Beruf handeln zu können.

Das Projekt „Der Brotbeutel“ der BO4 bietet einen nachhaltigen Lösungsansatz, um den hohen Verbrauch von Brottüten zu reduzieren. Anstatt Brottüten zu verwenden, die nach dem Gebrauch weggeworfen werden, haben die Schülerinnen und Schüler einen waschbaren Brotbeutel gestaltet und bedruckt. Diese wurden anschließend verkauft. Der Erlös wurde an ein nachhaltiges Umweltprojekt gespendet. Durch die Nutzung der Brotbeutel können an der Schule pro Jahr 3040 Einwegbrottüten eingespart werden.

Durch das Projekt erfassen die Schülerinnen und Schüler die Tragweite von Umweltverschmutzung. Sie können die Folgen von Müll als eine Ursache von Umweltverschmutzung benennen und lernen eine konkrete und nachhaltige Möglichkeit kennen, die Umwelt zu schützen. Die Jugendlichen können darüber hinaus andere über die Folgen der Umweltverschmutzung aufklären und sie für ihren Lösungsansatz begeistern.


3. Platz: „Klimaschutzwoche mit Aktionstag“
(Stadtschule Michelstadt)


Die Stadtschule Michelstadt ist eine Grundschule mit 230 Schülerinnen und Schülern.
In den Klassen 1 bis 4 sowie in der Vorklasse wurde im Rahmen des Projekts eine Woche lang zum Thema „Klimaschutz“ geforscht, erzählt, gebastelt, gemalt und Aktionen geplant. Ziel war die Erkenntnis zu wecken, dass Klima- und Umweltschutz bei jedem Einzelnen beginnen muss. Es sollten Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie auch Kinder sich für ihre Welt und ihre Zukunft einsetzen können. Im Fokus standen dabei Themen wie Mülltrennung und Vermeidung von Plastikmüll durch Verwendung von Mehrwegverpackungen und wiederbefüllbare Trinkflaschen. Bei einem Aktionstag wurde im benachbarten Stadt- und Waldgebiet Müll eingesammelt und korrekt getrennt entsorgt. Texte zu Ursachen und Wirkungszusammenhängen von CO2 auf die Umwelt wurden behandelt und Strategien, wie der Verzicht auf weitgereiste Lebensmittel und Autofahrten sowie bewusster Fleischkonsum, erarbeitet. Am Aktionstag sammelte eine Klasse den gesamten Plastikmüll der Schulgemeinde in der Frühstückspause ein und stellte ihn aus. Viele Kinder und Eltern waren nach der Woche beeindruckt und nahmen – wie auch Lehrer und pädagogisches Personal – individuelle Veränderungen in ihr Arbeits- und Familienleben auf. Kinder bestehen fortan beispielsweise darauf, zur Schule zu laufen und es gibt weniger Plastikmüll in der Schule. Offenstehende Türen werden – auch von Kindern – geschlossen, um Heizkosten zu sparen; stromführende Geräte werden nach der Benutzung ausgeschaltet.