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Unternehmerverband Südhessen e.V.

Haus der Wirtschaft Südhessen
Rheinstraße 60
64283 Darmstadt

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64216 Darmstadt

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1950 vs. 2020

Entscheidungsjahre in sieben Jahrzenten wirtschaftlicher Entwicklung

Spritzerei 1950 (Foto: Koziol)

Der Beginn der 1950er Jahre war vom ‚Wirtschaftswunder‘ der noch jungen Bundesrepublik Deutschland geprägt. Nach der Einführung der D-Mark (1948) und der wirtschaftspolitischen Ausrichtung nach den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft, begann eine schnelle wirtschaftliche Erholung mit hohen Wachstumsraten. Das Realeinkommen einer durchschnittlichen Arbeiterfamilie in Westdeutschland hatte bereits 1950 das Vorkriegsniveau überschritten.

Seit der Zeit des Wiederaufbaus war der Unternehmerverband Südhessen Tarif- und Sozialpartner und gestaltete maßgeblich den industriellen Aufschwung der Nachkriegsjahre mit. Bereits in den 1950er Jahren etablierte der Verband Personalleiterrunden zur aktiven Personalentwicklung in den Mitgliedsunternehmen zwischen in den Wachstumsjahren der Vollbeschäftigung und des Arbeitskräftemangels. Strategische Bildungspartnerschaften zwischen Wirtschaft und Bildungsinstitutionen folgten bereits einige Jahre später.

Der Begriff 'Soziale Marktwirtschaft' bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, die Wettbewerb, Privateigentum und Gewinnorientierung mit sozialem Ausgleich verbindet. Ziel der Politik im Rahmen der Sozialen Marktwirtschaft ist es, wirtschaftlich effizientes Handeln durch ordnungsbasierte Rahmenbedingungen zu schaffen und somit das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden. Die deutsche Industrie produziert wieder moderne Investitions- und Gebrauchsgüter aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus der Elektroindustrie.
 

1950

2020

 
  • Konrad Adenauer war Bundeskanzler
    (1949 – 1963)
  • Harry S. Truman war US-Präsident
    (1945 – 1953)
  • Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt: 68,5 J Frauen / 64,6 J Männer
  • 19,57 Mio. Erwerbstätige in der Bundesrepublik
  • 49,69 Mrd. Euro beträgt das westdeutsche Bruttoinlandsprodukt
  • 4,3 Mrd. Euro beträgt der Wert der deutschen Export
  • 518.000 zugelassene PKWs in der Bundesrepublik
 
 
  • Angela Merkel ist Bundeskanzlerin (seit 2005)
  • Donald Trump ist US-Präsident (seit 2017)
  • Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt: 83,6 J Frauen / 78,9 J Männer
  • 44,6 Mio. Erwerbstätige in Deutschland
  • 1,3 Bio. Euro beträgt der Wert der deutschen Exporte (2019)
  • 3,44 Bio. Euro beträgt das deutsche Bruttoinlandsprodukt (2019)
  • 47,7 Mio. zugelassene PKWs in Deutschland
 

Industrie im neuen Jahrtausend

Globalisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 beschreiben die Trends, die sich seit der Jahrtausendwende beschleunigen und besonders in den letzten Jahren Wirtschaft und Gesellschaft entscheidend geprägt haben.

Der digitale Wandel beeinflusst das Arbeitsleben, die Bildung, die Freizeitgestaltung und das Zusammenleben gleichermaßen. Industrie 4.0 vernetzt die industrielle Produktion mit modernster Technologie und Kommunikationstechnik. Von der Idee über die Produktion bis hin zur Nutzung und abschließendem Recycling eines Produkts sind alle Schritte miteinander vernetzt.

Im Zeitalter der digitalen Wertschöpfung sind qualifizierte Mitarbeiter, erfolgreiche Fachkräfteentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung umso wichtiger. Daher hat sich der Unternehmerverband in den letzten Jahren noch stärker zum Partner und Dienstleister entwickelt und sein Angebot angepasst. New Work, mobiles Arbeiten und agile Arbeitsformen halten Einzug in die Arbeitswelt der Mitgliedsunternehmen. Diesen Themen widmen sich auch verstärkt die Veranstaltungen des Unternehmerverbandes. Neben der Beratung und Vertretung der Mitglieder, bietet der Verband Weiterbildungen, HR-Foren und Seminare zu Themen im Arbeitsrecht, Personalmanagement, Kommunikation und Fachkräftesicherung. Als vernetzter Akteur vor Ort ist der Verband Austauschplattform, um Dialoge zu führen und Zukunftsentscheidungen mitzugestalten.

Gleichzeitig geraten internationale Kooperation und globale Vernetzung durch politische Entscheidungen der vergangenen Jahre (Brexit, Handelskonflikte, Protektionismus) unter Druck. Die Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 trifft die deutsche Wirtschaft hart. Zahlreiche Unternehmen und ihre Mitarbeiter erleben gegenwärtig die größte Herausforderung seit Bestehen der Bundesrepublik. Selbst profitable und leistungsstarke Industriezweige stehen am Anfang eines dramatischen Abschwungs, dessen Ende ungewiss ist.

Die deutsche Wirtschaft steht daher mit ihrer internationalen Ausrichtung vor einer dreidimensionalen Herausforderung: Bereits bestehende Handelskonflikte und Stagnationsgefahren aufzulösen, Deutschland bei Digitalisierung und Zukunftstechnologien in eine Spitzenposition zu bringen sowie die Corona-Krise aktiv zu bekämpfen.