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VhU Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Juni 2021

Widuch: „Frührente verschärft Fachkräftemangel – deshalb abschaffen! // Längere Lebensarbeitszeit ist Gebot der Generationengerechtigkeit“

30.06.2021

Darmstadt. Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt gegenüber dem Vormonat um 542 gesunken, und zwar von 21.048 auf 20.506. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent.

„Zum Glück zieht die Wirtschaft wieder an und es gibt immer mehr offene Stellen, rund 100.000 in ganz Hessen. Völlig aus der Zeit gefallen und kontraproduktiv ist deshalb die abschlagsfreie Frührente mit 65 und früher. Wir brauchen jetzt ein neues starkes Signal für eine längere Lebensarbeitszeit – gerade auch für die Generation der geburtenstarken Jahrgänge, die selbst viel weniger Kinder bekommen haben und so wesentlich zur heraufziehenden Finanzierungskatastrophe in der Rentenkasse beitrugen. Die Frührente muss abgeschafft werden, weil sie dem Arbeitsmarkt dringend benötigte Fachkräfte entzieht und generationenungerecht ist“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU).

Widuch zur steigenden Erwerbstätigkeit Älterer: „Viele ältere Menschen können und wollen länger arbeiten. 2009 waren nur 39 % der 60- bis 64-Jährigen erwerbstätig, 2019 waren es schon 62 %. Der Übergang zur Rente mit 67 funktioniert also grundsätzlich. Das ist auch neuen und flexiblen Formen der Arbeit sowie verbesserter Gesundheit zu verdanken. Die abschlagsfreie Frührente torpediert diese erfreuliche Entwicklung, indem sie dem Arbeitsmarkt deutschlandweit bis heute über 1,6 Millionen fähige Arbeitnehmer entzogen hat.“

„Die Rentendiskussion muss ohne Denkverbote geführt werden, denn wir stehen vor schockartig steigenden Finanzierungsproblemen – wie etwa der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums zurecht festgestellt hat. Diese Entwicklung kam mit Ansage: Seit 1960 verringert sich das Verhältnis der Beitragszahler je Rentner stetig – von früher sechs auf heute nur noch etwa zwei Beitragszahler. Die schwarz-rote Koalition hat das Problem in den letzten beiden Legislaturperioden verschärft: durch die Rente mit 63, Aussetzung des Nachholfaktors und die sogenannte doppelte Haltelinie. Damit der finanzielle Spielraum nicht noch enger wird, muss der Nachholfaktor umgehend wieder eingeführt werden. Nur das wäre fair, weil sonst die Renten langfristig schneller stiegen als die Löhne und der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung dauerhaft um knapp einen Prozentpunkt erhöht würde. Es leuchtet schlicht nicht ein, warum Rentner langfristig zu Lasten der Erwerbstätigen besser gestellt werden sollen“, erklärte Widuch.

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