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Unternehmerverbände Südhessen zum Jahresausblick 2022

Widuch: „Bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte in Südhessen nötig!“ / Verkehrspolitik, Flächenentwicklung und beschleunigte Genehmigungsverfahren entscheidende Standortfaktoren

28.12.2021

UVSH-Geschäftsführer Dirk Widuch fordert bessere Rahmenbedingungen für Darmstadt und Südhessen im Jahr 2022.

Darmstadt. „Die Herausforderungen des Strukturwandels durch Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und Fachkräftemangel sowie die sich aktuell erneut verschärfende Corona-Pandemie verlangen 2022 gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte in der Region. Wir benötigen vorausschauendes politisches Handeln mit konkreten wachstumsorientierten Maßnahmen. Hierzu zählen für Darmstadt und Südhessen der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für alle Verkehrsträger, die schnellere Ausweisung von mehr Gewerbe- und Wohnflächen, eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie eine unternehmerfreundliche Standortpolitik, die unternehmerisches Handeln und Klimaschutz nicht gegeneinander ausspielt sondern Innovationen entfesselt“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen.


Kluge Verkehrspolitik für die Region

Südhessen als Verkehrsdrehscheibe und Pendlerregion ist auf gute Verkehrswege und Mobilitätsdienstleistungen angewiesen. Eine kluge Verkehrspolitik ist wichtiger Standortfaktor für Fachkräfte und wohnortnahe Arbeitsplätze.

„Unsere verkehrspolitische Forderung für 2022 lautet: Mehr Investitionen in den Ausbau und Erhalt aller Verkehrsträger sowie eine massive Ausweitung der ÖPNV-Angebote bis in den ländlichen Raum! Der innerstädtische motorisierte Individualverkehr darf nicht durch eine Verkehrsflächenreduktion oder eine unverhältnismäßige Ausweitung von Tempo-30-Zonen weiter behindert werden. Gerade in Darmstadt hat sich dieser negative Trend in den vergangenen Jahren durchgesetzt. Die Entlastung von Lärm, Luftverschmutzung und Staus für Anwohner kann nicht durch Verbote oder Einschränkungen sondern nur mit einer Verbesserung des Verkehrsflusses und echten Alternativangeboten erreicht werden. So hat z.B. die Stadtverordnetenversammlung in Bensheim das Thema differenzierter betrachtet und einen Beitritt zur Tempo-30-Initiative abgelehnt“, sagte Dirk Widuch.


Mehr Gewerbe- und Wohnflächen – Vorfahrt für industrielles Wachstum

Der Wohnraummangel in Ballungsgebieten erschwert die Fachkräftesicherung in Darmstadt und Südhessen. Als wachsende Zukunftsregion muss die Ausweisung von Gewerbeflächen stärker vorangetrieben werden, insbesondere für die Industrie, die Wachstums- und Beschäftigungsmotor ist. Die heimische Industrie ist zudem beispielgebend für eine umwelt- und klimaverträgliche Produktion und daher die Lösung und nicht das Problem für eine klimaresiliente Standortpolitik.

„Der Erhalt einer wettbewerbsfähigen Industrie mit mehr stadtnahen Gewerbeflächen muss deshalb gerade für Darmstadt ein übergeordnetes Ziel der Stadtpolitik sein. Wir begrüßen daher die Ausweisung von Flächen in Arheilgen und Wixhausen als Untersuchungsgebiet durch die Stadt als ersten wichtigen Schritt. Auch im Landkreis Bergstraße sehen wir positive Entwicklungen. Wachstum, vor allem im industriellen und gewerblichen Bereich, ist die Grundlage für den Erhalt von Wohlstand und Arbeitsplätzen. Eine ideologisch motivierte Wirtschaftspolitik mit einer eingreifenden Begrenzung von Wachstum oder Benachteiligung einzelner Industriezweige lehnen wir ab.Wohnraum muss arbeitsplatznah geschaffen werden, um dem Fachkräftemangel und zusätzlichem Pendelverkehr entgegenzuwirken. Städte und das Umland müssen zukünftig verstärkt gemeinsam Bedarfe ermitteln und neue Flächen entwickeln“, forderte der UVSH-Geschäftsführer.


Booster für Genehmigungsverfahren

Lange und bürokratische Planungsverfahren sind ein großer Standortnachteil. Daher ist eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren auf kommunaler Ebene dringend erforderlich. Die Umsetzung in die Praxis muss einfach, zügig und rechtssicher sein, um die Investitionsbereitschaft vor Ort zu steigern und insbesondere Mittelständler von Bürokratie zu entlasten.

„Die von der Ampel-Koalition im Bund geplante Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren bewerten wir positiv. Das muss jetzt auch bis auf die kommunale Ebene umgesetzt werden. Insbesondere muss auch die digitale Verwaltung ausgebaut werden, Infrastrukturprojekte schneller umgesetzt werden und Behörden finanziell und personell so ausgestattet sein, dass Verwaltungsverfahren schneller werden.“

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