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Unternehmerverbände Südhessen zur geplanten Beschränkung der sachgrundlosen Befristung

Widuch: „Eingriffe ins Arbeitsrecht verhindern Beschäftigungssicherung in der Krise“ / Mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt statt politischem Kollisionskurs mit der Wirtschaft

15.04.2021

Darmstadt. „Wir kritisieren den heute von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgelegten Gesetzentwurf zur Einschränkung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen. Mit diesem neuerlichen Eingriff ins Arbeitsrecht würgt die Regierung Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung während der Corona-Krise ab. Vielmehr benötigen wir eine weitere Liberalisierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, um das Risiko steigender Arbeitslosigkeit in der Pandemie bestmöglich bekämpfen zu können“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen.

Befristungen ermöglichen in wirtschaftlich schwierigen Lagen Beschäftigung zu sichern. Davon profitieren insbesondere auch Arbeitssuchende, die in der aktuellen Krise arbeitslos geworden sind und einen Jobwechsel in andere Branchen anstreben. Zudem erhöhe die Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung die Bereitschaft der Arbeitgeber, nach der Krise schnell Beschäftigung aufzubauen, selbst wenn der unmittelbare Bedarf noch nicht besteht.

„Bereits vor der Corona-Krise haben wir Einschränkungen für befristete Arbeitsverhältnisse abgelehnt, da diese auch eine gute Chance für Langzeitarbeitslose sind, wieder im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, ergänzte Dirk Widuch.

„Mit dem aktuellen Gesetzentwurf geht Bundesarbeitsminister Heil, nach der beschlossenen Corona-Testpflicht in Unternehmen und dem Betriebsrätemodernisierungsgesetz, erneut innerhalb kürzester Zeit auf Kollisionskurs mit der Wirtschaft, die seit über einem Jahr umfassende Anstrengungen unternimmt, die wirtschaftlichen Belastungen der Pandemie abzufedern und das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz durch flexible Arbeitszeitgestaltung und Homeofficeregelungen zu minimieren“, sagte Dirk Widuch.

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