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VhU zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt zum Ende des Ausbildungsjahrs 2015/16

Drechsler: „Duale Berufsausbildung braucht dringend mehr Bewerber“ // Toller Start für Berufseinsteiger // Seit 2013 mehr Studien- als Berufsanfänger

31.08.2016

Darmstadt. Die Zahl der gemeldeten besetzten Lehrstellen ist in Südhessen im August um 2,8 Prozent auf 4.093, die Zahl der unbesetzten Lehrstellen um 1,2 Prozent auf 1.157 gesunken. „Wir erwarten zum Jahresende über 5.600 abgeschlossene Ausbildungsverträge – und damit eine leichte Steigerung gegenüber 2015. Da wir seit 2009 einen Trend zu immer mehr unbesetzten Lehrstellen verzeichnen, ist klar: Die duale Berufsausbildung braucht dringend mehr Bewerber, nicht nur in Südhessen, sondern bundesweit. Sie ist ein idealer Start für junge Menschen, ein deutsches Erfolgsmodell und unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort im Umbruch zur Industrie 4.0. Sie bietet ein breites Spektrum an attraktiven und zukunftsfähigen Berufen und viele Entwicklungsmöglichkeiten über das gesamte Berufsleben einschließlich der Option zum akademischen Abschluss. Auch können sich die Entgelte von ausgebildeten Facharbeitern in vielen Branchen mit denen von Studienabgängern messen“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen (VhU), anlässlich der Veröffentlichung der Ausbildungszahlen durch die Bundesagentur für Arbeit.

Im Jahr 2013 hat es erstmals mehr Studienanfänger als Einsteiger in die duale Berufsausbildung gegeben. Der Anteil der Studienanfänger ist seitdem weiter gestiegen. Unter den Studienanfängern sind gleichzeitig immer mehr Personen, die bereits eine duale Berufsausbildung abgeschlossen und zusätzlich eine Hochschulzugangsberechtigung erworben haben. „Ein ganz entscheidender Schritt zur Stärkung der dualen Berufsausbildung war deshalb die Einführung des direkten Hochschulzugangs für Facharbeiter, die ihre Ausbildung mit mindestens der Note 2,5 abschließen. Dies hat das Land Hessen als erstes Bundesland ab 2016 ermöglicht. Wir brauchen in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt mehr Menschen, die sowohl eine duale als auch eine akademische Berufsausbildung abgeschlossen haben. Daher ist der Trend zur Verbindung von Lehre und Studium sehr positiv und wird die duale Berufsausbildung stärken“, zeigte sich Drechsler erfreut über den Erfolg der gemeinsam mit dem DGB getragenen Initiative.

Die duale Berufsausbildung zu stärken bedeute auch, ständig an den Schwachstellen zu arbeiten. Deshalb ist der Ausbildungsbericht des DGB, der in der Regel Verstöße gegen Ausbildungsordnungen und Gesetze sowie schlechte Praxis in den Mittelpunkt stellt und am morgigen Donnerstag veröffentlicht wird, ein Diskussionsbeitrag, dem wir große Beachtung schenken. „Wir möchten gemeinsam ein Erfolgsmodell noch besser machen. Dabei müssen wir aber darauf achten, dass wir die Probleme nicht überbewerten und damit jungen Menschen ein falsches Bild vermitteln.“

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