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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Mai 2016

Drechsler: „Wir brauchen neue Impulse im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit

31.05.2016

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Mai um 654 auf 19.882 gefallen. Der südhessische Arbeitsmarkt ist weiter in einer sehr guten Verfassung. „Jobcenter und Politik müssen jetzt die gute Lage am Arbeitsmarkt für einen Neustart und mehr Effizienz gegen die immer noch zu hohe Langzeitarbeitslosigkeit – aktuell 8.500 in Südhessen – nutzen“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU).

Drechsler beobachtet, dass vielen Langzeitarbeitslosen Schlüsselqualifikationen und gesundheitliche Grundvoraussetzungen fehlen, wodurch es schwer fällt, eine Beschäftigung aufzunehmen und dauerhaft zu behalten. „Die Jobcenter müssen gesundheitliche Einschränkungen der Arbeitslosen erfassen und falls nötig, schnell Reha-Maßnahmen einleiten, um die Beschäftigungsfähigkeit wieder herzustellen und Dauerkrankheit zu vermeiden. Manche Langzeitarbeitslose brauchen außerdem noch Unterstützung nach der Arbeitsaufnahme, um sich wieder zurechtzufinden. Hessen hat sich erfreulicherweise im Bundesrat erfolgreich dafür eingesetzt, dass die wichtige Möglichkeit der Nachbetreuung von ehemaligen Arbeitslosengeld-II-Beziehern demnächst eingeführt wird. Damit der Mindestlohn Arbeit nicht zusätzlich erschwert oder gänzlich unmöglich macht, muss die Ausnahme für Langzeitarbeitslose von sechs auf zwölf Monate ausgeweitet werden“, sagte Drechsler.

Drechsler kritisiert, dass es zu viele Personen mit Arbeitseinkommen und aufstockendem Arbeitslosengeld II gibt. „Über die Hälfte der Langzeit-Aufstocker übt lediglich einen Minijob oder eine selbstständige Tätigkeit aus, mit der sie ihre Existenz nicht allein sichern können. Die hessische Landesregierung muss sich im Bundesrat dafür einsetzen, dass endlich der gesetzliche Fehlanreiz wegfällt, sich in Kleinstbeschäftigungen einzurichten und diese mit Arbeitslosengeld II zu ergänzen. Auch die Jobcenter müssen ihre Anstrengungen, so viele Aufstocker wie möglich in eine existenzsichernde Beschäftigung zu führen, deutlich verstärken, indem sie konsequent Eigenbemühungen zur Beschäftigungsausweitung einfordern und Arbeitsangebote machen“, sagte Drechsler.

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