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VhU-Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Oktober 2017

Widuch: „Starker Arbeitsmarkt hilft Eltern und Kindern“ // Aber Kommunen und Jobcenter müssen sich noch mehr um Familien im Hartz-IV-Bezug kümmern

02.11.2017

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Oktober um 425 auf 20.393 gefallen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent.
„Wir freuen uns besonders, dass durch den starken Arbeitsmarkt auch immer weniger Eltern mit ihren Kindern auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Denn rechnet man die Personen mit Fluchthintergrund heraus, so ist die Zahl der Kinder unter 18 Jahren in Bedarfsgemeinschaften in den letzten beiden Jahren von rund 138.000 auf 130.000 gesunken. Dies zeigt, dass sich Kinderarmut am besten durch gute Erwerbs¬chancen für Eltern verringern lässt. Aber natürlich ist sie immer noch zu hoch. Deshalb müssen wir unsere Anstrengungen verstärken vor allem bei den 6.000 größeren Familien und 41.000 Alleinerziehenden“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.
In Hessen gibt es über 6.000 Familien mit drei und mehr Kindern, die über kein Einkommen aus Arbeit verfügen. Gerade das familiäre Umfeld habe aber großen Einfluss auf die Einstellung zur Arbeit von Kindern und damit ihre spätere Entwicklung. „Kinder und Jugendliche dürfen nicht die Erfahrung machen, dass Wohnung, Essen und Kleidung auf Dauer ohne Gegenleistung vom Amt bezahlt werden. Deshalb dürfen wir uns nicht mit einem über Jahre und Generationen fortgesetzten Bezug von Sozialhilfe und Arbeitslo¬sen¬geld II abfinden. Wenn die Jobcenter solche größeren Familien verstärkt in den Blick nehmen und zumindest einen Erwachsenen in eine Arbeit oder notfalls eine Maßnahme vermitteln, profitieren davon auch besonders die vielen Kinder“, sagte Widuch.
In Hessen gibt es 41.000 alleinerziehenden Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen. Vor allem alleinerziehende Frauen und ihre Kinder seien leider immer noch überproportional häufig auf Arbeitslosengeld II angewiesen. „Die Kommunen müssen natürlich die Kinder¬betreu¬ung weiter ausbauen. Sie müssen aber auch durch Sofortmaßnahmen sicherstellen, dass keine Beschäftigungs¬aufnahme von alleinerziehenden Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen in Hessen an fehlender Kinderbetreuung scheitert. Zum Beispiel, indem sie sofort das Geld für eine Tagesmutter bereitstellen. Im Erfolgsfall rechnen sich diese Investitionen sogar durch eingespartes Arbeitslosengeld II“, sagte Widuch.

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