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VhU Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im November 2018

Widuch: „Gut, wenn das Fachkräfteeinwanderungsgesetz jetzt kommt!“ // Verwaltungsverfahren beschleunigen und vereinfachen!

29.11.2018

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im November 2018 um 465 auf 18.183 gefallen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent.
Mit 2,6 Millionen sind so viele Personen in Hessen sozialversichert beschäftigt wie noch nie.

„Die hessische Wirtschaft sucht aktuell 120.000 Arbeitskräfte. Weil viele Jobs nicht besetzt werden können, verlieren wir in Hessen eine Wertschöpfung von rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr. Um das zu ändern, müssen politisch alle Hebel in Bewegung gesetzt werden. Gut, wenn das jetzt geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz kommt. Wenn die zukünftige Hessische Landesregierung jetzt noch für schnelle und einfache Verwaltungsverfahren in den Ausländerbehörden sorgt, ist eine weitere Hürde aus dem Weg geräumt. Und schließlich müssen auch alle inländischen Potenziale gehoben werden: Frauen, Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund durch ausreichende Kinderbetreuungsplätze, Beseitigung von Frühverrentungsanreizen oder möglichst frühzeitige Sprachförderung“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

„Dass nach dem Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes in jedem Bundesland mindestens eine zentrale Ausländerbehörde für den Bereich der Ausbildungs- und Erwerbsmigration eingerichtet werden soll, ist ein wertvoller Ansatz. Er ist ein wichtiger Baustein, dass die hessischen Ausländerbehörden, die Bundesagentur für Arbeit und die Auslandsvertretungen schneller und effektiver zusammenarbeiten, damit qualifizierte Ausländer nicht unnötig lange in der Warteschleife hängen. Daneben muss vor allem das Antrags- und Bearbeitungsverfahren vereinfacht und so weit wie möglich digitalisiert werden“, sagte Dirk Widuch.

„Auch mit besseren Möglichkeiten zur Fachkräfteeinwanderung können die Lücken am Arbeitsmarkt nur dann spürbar verkleinert werden, wenn die Verantwortlichen auch alle Arbeitskräftepotentiale im Inland ausschöpfen. Die Bundes- und Landespolitik muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich mehr Frauen, Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund am Erwerbsleben beteiligen, etwa durch ausreichende Kinderbetreuungsplätze, Beseitigung von Frühverrentungsanreizen oder möglichst frühzeitige Sprachförderung. Die Jobcenter müssen ihre Anstrengungen für die immer noch 50.000 Langzeitarbeitslosen in Hessen verstärken und so viele wie möglich in Arbeit vermitteln“, sagte Dirk Widuch.

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