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VhU Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Mai 2020

Widuch: „Die Krise ist noch längst nicht vorbei – aber es gibt viele offene Stellen und keinen Stillstand am Arbeitsmarkt“

26.05.2020

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist auch im zweiten Monat in Folge coronabedingt gestiegen, und zwar um 1.481 auf 22.821. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent.

„15 Jahre ist der Arbeitsmarkt von Rekord zu Rekord geeilt. In ganz Hessen arbeiten jetzt rund 500.000 mehr Menschen als noch 2005, zuletzt waren es insgesamt 3,5 Millionen. Die Zahl der Arbeitslosen hatte sich auf unter 150.000 halbiert. Zwar ist diese Rekordfahrt durch die Coronakrise gestoppt worden. Dennoch treten jeden Tag viele Arbeitnehmer einen neuen Job an und es gibt über 80.000 offene Stellen in Hessen. Diese Beschäftigungschancen können und sollten genutzt werden – von Personen auf Arbeitssuche und von den Vermittlern in Arbeitsagenturen und Jobcentern. Es gibt keinen Stillstand am Arbeitsmarkt“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Der von einer starken Wirtschaft finanzierte Sozialstaat zeige gerade in der Krise seinen Wert. So helfe Kurzarbeitergeld kurzfristig als Lohnersatz und langfristig noch mehr durch den Erhalt des Arbeitsplatzes. „Kurzarbeitergeld wirkt hier als automatischer Stabilisator und dämpft den extrem starken Abschwung. Allerdings sind die gesetzlichen Aufstockungen falsch: Sie führen voraussichtlich zu Beitragserhöhungen. Das können wir in Zeiten des Wiederanfahrens der Wirtschaft weniger denn je gebrauchen. Und es erschwert die gute Arbeit der Bundesagentur in diesen herausragend schwierigen Zeiten. Die Reserven von 26 Mrd. Euro werden nicht reichen. Allein bis Ende des Jahres sind schon 31 Mrd. Euro vonnöten. Wir dürfen bei den Sozialleistungen nicht überziehen, wie dies leider mit der pauschalen Verlängerung des Arbeitslosengeldes um drei Monate und der Erhöhung des Kurzarbeitergelds bereits geschehen ist“, so Widuch.

Immer mehr und weitergehende Sozialleistungen seien auch nicht nötig. Denn für echte Notfälle stehe die Grundsicherung bereit. „Wer keine Arbeit hat bzw. zu wenig verdient und bedürftig ist, bekommt zuverlässig vom Jobcenter Geld für Wohnen, Essen, Kleidung, Krankenversicherung sowie vergünstigte Nahverkehrstickets und Eintritt in Museen. Höhere Sozialleistungen sind jedem Einzelnen zu gönnen, belasten aber Steuer- und Beitragszahler noch weiter, die ohnehin einen immer gigantischer werdenden Schuldenberg abzutragen haben. Unsere fünf Forderungen für den Neustart der Wirtschaft aus der Krise lauten: Neue Lasten verhindern, Liquidität sichern, Konsum- und Investitionsklima verbessern, Wachstum stärken und Schuldentilgung bis 2033 festlegen“, sagte Dirk Widuch.

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