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VhU-Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Juni 2017

Drechsler: „Menschen mit Migrationshintergrund häufiger arbeitslos – betriebliche Ausbildung ist Riesenchance“

30.06.2017

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Juni leicht um 49 auf 20.694 gestiegen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent. Der Arbeitsmarkt ist damit weiterhin in ausgezeichneter Verfassung. „Im aktuellen Berichtsmonat waren in Südhessen 7.358 Ausländer arbeitslos gemeldet – überproportional viele. Die Ausbildung im Betrieb bietet hier eine Riesenchance. Denn bislang ist der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln an der betrieblichen Ausbildung weit unterdurchschnittlich. Wir müssen deshalb besser erklären, dass die Alternative nicht Hilfsarbeiter oder Akademiker heißt, sondern das Erfolgsmodell betriebliche Ausbildung das Rückgrat der Fachkräftegewinnung bildet – zum Nutzen von Beschäftigten und Unternehmen“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Drechsler ergänzte, dass zuletzt nur knapp 14 Prozent der jungen Ausländer in Hessen eine betriebliche Ausbildung aufgenommen hätten, im Gegensatz zu rund 26 Prozent der Deutschen. Daher werben die Wirtschaft und die Arbeitsverwaltung für die Möglichkeit und die Perspektiven einer betrieblichen Ausbildung. „Der ganz große Vorteil der betrieblichen Ausbildung ist, dass sie Theorie und betriebliche Praxis vereint – und Aufstiegschancen bietet. In Hessen gibt es aktuell über 16.000 offene Lehrstellen, davon 3.611 in Südhessen, die allein bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet sind – vor allem im Handwerk und den technischen Berufen. Die tatsächliche Anzahl der Ausbildungsstellen liegt noch höher. Diese Chance sollten junge Menschen ergreifen, mit und ohne Migrationshintergrund“, sagte Drechsler.

Der Grund für die hohe Zahl der Arbeitslosen mit Migrationshintergrund sei das verglichen mit der Gesamtbevölkerung niedrigere Qualifikationsniveau: „Jeder dritte Migrant hat keinen Berufsabschluss – bei den Deutschen sind es weniger als 10 Prozent. Der Schlüssel für eine bessere Qualifikation ist in jeder Hinsicht die Sprache. Die Bildungspolitik des Landes muss dafür sorgen, dass gerade junge Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund so früh wie möglich die deutsche Sprache erlernen, um gute Voraussetzungen für Schule und Ausbildung zu haben. Am besten beginnt der Spracherwerb schon im frühkindlichen Alter. Das Land tut hier schon viel und darf in seinen Anstrengungen nicht nachlassen“, sagte Drechsler.

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