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VhU Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Januar 2019

Widuch: „Der soziale Arbeitsmarkt darf nicht zum Leitbild der Arbeitsmarktpolitik in Hessen werden“ // 35.000 Langzeitarbeitslose weniger in Hessen als vor 10 Jahren

01.02.2019

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Januar 2019 saisonal bedingt um 1.454 auf 19.781 gestiegen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent.

„Vom Boom am Arbeitsmarkt haben erfreulicherweise auch viele Langzeitarbeitslose profitiert. Im vergangenen Jahr waren im Schnitt noch rund 54.000 Personen in Hessen langzeitarbeitslos. Das sind 35.000 weniger als noch vor 10 Jahren. Diese Erfolge müssen Ansporn für Landesregierung und Jobcenter sein, noch mehr Langzeitarbeitslose in echte Arbeit zu bringen. Öffentlich geförderte Beschäftigung darf hingegen nur für die schwierigsten Fälle in Betracht kommen, nämlich diejenigen, die innerhalb der letzten 7 Jahre 6 Jahre arbeitslos waren und zusätzlich gesundheitlich eingeschränkt sind, sodass sie nur 3, 4 oder 5 Stunden täglich arbeiten können. Der sogenannte Soziale Arbeitsmarkt darf nicht zum Leitbild der hessischen Arbeitsmarktpolitik werden“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Widuch ergänzte, dass die hessische Landesregierung die Rechts- und Fachaufsicht über die 16 kommunalen Jobcenter habe. Sie müsse diese nutzen, um die Arbeitsvermittlung und Förderung in Hessen zu verbessern.

„Jeder der arbeiten kann, sollte wenn möglich in eine Tätigkeit am ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden“, sagte Widuch. „Hierfür stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt selbst für Niedrigqualifizierte so gut wie seit langem nicht mehr. Allein in den letzten fünf Jahren sind in Hessen rund 80.000 neue Jobs ohne Anforderungen an die formale Qualifikation – sogenannte Helfertätigkeiten – entstanden.“

Damit Langzeitarbeitslose diese Chancen tatsächlich nutzen und in Beschäftigung kommen, dürfen die Jobcenter nicht lockerlassen und müssen konsequent eigene Anstrengungen bei der Jobsuche einfordern. Sie sollten die individuellen Fähigkeiten, Stärken und Qualifikationen der Arbeitslosen detailliert erfassen und für eine passgenaue Beratung, Förderung und Vermittlung nutzen.

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