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VhU-Beirat Südhessen mit neuer Führung

Bisheriger Vorsitzender Hallbauer verabschiedet / Überregulierungen im Klimaschutz schwächen Wirtschaftsstandort

27.04.2016

Darmstadt. Zu Beginn der Frühjahrssitzung des VhU-Beirates Südhessen am 27. April 2016 wurde der bisherige Vorsitzende Dr. Albrecht Hallbauer aus seinem Amt verabschiedet. Der Viernheimer Unternehmer war von November 1995 bis März 2016 Vorsitzender des VhU-Beirates Südhessen und in dieser Funktion der vierte Vorsitzende des Beirates seit der Gründung im Jahr 1984. Seine Amtszeit fiel in zwei Jahrzehnte großer Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Zu den Höhepunkten von Hallbauers ehrenamtlicher Arbeit für den VhU-Beirat Südhessen zählten neben dem Dialog mit der Evangelischen Kirche und den Diskussionsrunden zum Arbeitsmarkt auch der Erfahrungsaustausch in südhessischen Betrieben, der Technischen Universität Darmstadt und Hochschulen. Zudem wurden mit den südhessischen Mandatsträgern im Landtag und Bundestag regelmäßig anhand von Standort-, Verkehrs- und Energiefragen diskutiert.

„Wir brauchen Unternehmer, die mit Weitblick und Kompetenz mithelfen, dass in der vernetzten und globalen Arbeitswelt die Wirtschaft wettbewerbsfähig und innovativ bleibt. Hierfür werden weniger staatliche Regulierungen, Verbote und Bürokratie benötigt, sondern mehr Vertrauen in die Marktwirtschaft und die handelnden Akteure“, sagte der neue Vorsitzende des VhU-Beirates Südhessen, der Bensheimer Unternehmer Jürgen Streit, Geschäftsführer der Streit GmbH. Sein Stellvertreter ist Ulrich Schumacher, Geschäftsführer Human Resources und Arbeitsdirektor der Opel Group GmbH sowie Personal- und Arbeitsdirektor und Sprecher des Vorstands der Adam Opel AG.

Nachdem „Industrie 4.0“ und das neue Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ im Mittelpunkt der letzten VhU-Beiratssitzung standen, befasste sich Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer Wirtschafts- und Umweltpolitik bei der VhU mit den Klimaschutzplänen von Bund und Land: „Statt ineffizienter Einzelregulierungen, Steuern und Subventionen im Straßenverkehr, in Gebäuden, in Industrie und Elektrizitätserzeugung braucht ein zukunftsorientierter Klimaschutz mehr Marktwirtschaft und weniger Überregulierung. Eine Dekarbonisierung darf nicht zu Deindustrialisierung führen.“

„Um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten, dürfen Unternehmen nicht mit neuen Hürden konfrontiert werden. Gerade aus der Regional-, der Landes- und der Bundespolitik kommen immer wieder Vorschläge und Gesetzesvorhaben, die das Sinnbild des Verschlimmbesserns ausdrücken. Eine wirklich zukunftsorientierte Ausrichtung Deutschlands, insbesondere in Fragen der Ökonomie, kann jedoch nur zustande kommen, wenn den Unternehmen auch ausreichend Gehör und Umsetzungszeit eingeräumt wird. Den Zielen einer lebenswerten Umwelt und wettbewerbsfähigen Wirtschaft sind wir gleichermaßen verpflichtet“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V., Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen (VhU).

Jürgen Streit und Dr. Albrecht Hallbauer (v.l.n.r.)

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