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„Übergänge schaffen, aber wie?“

Der Bildungsforscher Prof. Dr. Dieter Münk fordert angesichts immer individueller werdender Lebensläufe mehr Flexibilität im Bildungssystem, vor allem in den Übergangsphasen.

21.01.2016

Darmstadt. Jedes Jahr landen viele Jugendliche im Übergangssystem (allein 257.626 Jugendliche im Jahr 2013). Doch aus welchen Gründen? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigte sich der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Südhessen am 18. Januar 2016 beim Gastgeber „Schenck Technologie- und Industriepark“ in Darmstadt.

Der Referent, Prof. Dr. Dieter Münk von der Universität Duisburg-Essen, stellte in seinem Vortrag die Entwicklungen im Übergangssystem vor. Übergänge seien immer starke Zäsuren und verlangten den Betroffenen erhebliche Orientierungs- und Anpassungsleistungen sowie die Entwicklung von neuen Verhaltensstrategien ab. Gerade leistungsschwächere Jugendliche seien betroffen, so Münk.

Das Übergangssystem in seiner jetzigen Form und Ausprägung sei strukturell überfordert und habe sich als Kompensationselement etabliert. Hinzu käme, dass sich Lebensläufe immer bunter gestalteten, abseits der „Norm“ Schule-Arbeit-Rente. Das deutsche Bildungssystem hingegen werde immer standardisierter und sei gerade in den Übergangsphasen, wie der vierten und neunten Klasse, an Leistungsauslese gekoppelt.

Der Geschäftsführer der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Südhessen, Reinhold Stämmler, resümierte: „Ein Kernproblem unseres Bildungssystem ist die hohe soziale Selektivität.“ Auch viele bildungspolitische Reformen orientierten sich, trotz vorhandener Durchlässigkeit, an „standardisierten“ Lebensläufen, die es so immer weniger geben wird.

Stämmler forderte deshalb: „Übergänge dürfen nicht länger Risiko behaftet sein. Dies gilt auch mit Blick auf die große Zahl an jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Der steigende individuelle Förderbedarf erhöht den Reformdruck für das Übergangssystem, das immer noch ein Labyrinth mit hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten ist.“

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