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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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Südhessische Unternehmer fordern Pragmatismus angesichts der US-amerikanischen Politik und der Entwicklung hin zur Industrie 4.0

Südhessische Personalchefs kritisieren die Politik des US-Präsidenten und fordern gesamteuropäische Reaktion // Südhessen muss die Chancen für ein Silikon Valley der Digitalwirtschaft zukunftsorientiert nutzen

09.02.2017

Darmstadt. „Derzeit wird die Präsidentschaft Donald Trumps weltweit sehr kontrovers diskutiert. Doch der Blick, orientiert an den eigenen Stärken, ist nach vorne zurichten. Mehr Pragmatismus würde helfen. Über 80 Personalverantwortliche der südhessischen Wirtschaft haben sich im Rahmen der zweiten Personalleiterkonferenz der Unternehmerverbände Südhessen am 8. Februar im Haus der Wirtschaft Südhessen bei einer Umfrage praxisorientierter geäußert. So sprachen sich 57 Prozent dafür aus, drohende Strafzölle durch die USA mit europäischen Sanktionen zu erwidern. Ebenfalls muss in der Bevölkerung das Wissen um Freiheit, Marktwirtschaft und europäische Gemeinsamkeiten mehr gefördert werden, wie 95 Prozent angegeben haben“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen.

Angesichts der US-amerikanischen „America first“-Bestrebungen in der Wirtschaftspolitik müsse die Digitalisierung als eine Chance für die südhessische Wirtschaft betrachtet werden. 84 Prozent kritisierten jedoch, dass das Arbeitszeitgesetz und die arbeitsrechtlichen Regeln den aktuellen technischen Gegebenheiten nicht entsprechen. Auch die Infrastruktur für die Industrie und Arbeit 4.0 müssten ausgebaut werden, wie 64 Prozent äußerten.

Insbesondere die Verkehrsinfrastruktur wie das Straßen- (68 Prozent) und das Bahnnetz (77 Prozent) sowie ein weiterer Ausbau des Frankfurter Flughafens (55 Prozent) und einer Rheinbrücke zwischen Mainz und Worms (68 Prozent) seien neben dem Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur („schnelles Internet“ 98 Prozent und „flächendeckendes WLAN in den Ballungszentren 95 Prozent) notwendig, um diese Aufgaben zu bewältigen.

Die staatlichen Steuermehreinnahmen von 6,3 Milliarden Euro aufgrund der derzeitig guten wirtschaftlichen Entwicklung und des robusten Arbeitsmarkts sollten daher auch für eine größere Förderung der Forschung und Bildung (93 Prozent), dem Abbau von Schulden (84 Prozent) und der Entlastung der Steuerzahler (63 Prozent) verwendet werden. „Wie aus unserer Umfrage hervorgeht, muss der deutsche Staat handeln und den Wert von Pluralismus, Freiheit und Menschenrechten herausstellen. Am Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft und die sie fördernde Tarifautonomie muss er festhalten und den Standort fit für die Digitalisierung machen“, stellt Drechsler fest.

„Ein veraltetes Arbeitsrecht ist hierbei ein Hemmnis. Im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung wirken die arbeitsrechtlichen Novellierungen der Großen Koalition wie ein Korsett vergangener Tage, das die wirtschaftliche Kraft des Standorts Deutschland ernsthaft belastet. Wir brauchen hingegen dringend ein großes „Upgrade“ im Arbeitsrecht. Die rechtliche Neugestaltung der Arbeitsbeziehungen hinkt der rasanten Entwicklung der technisierten Produktions- und Arbeitsmöglichkeiten hinterher. An vielen Stellen gibt es durch die Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft gewaltige Veränderungsbedarfe. Hier ist eine Vereinfachung und Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts, des Arbeitsschutzes und des Datenschutzes, aber auch des Betriebsverfassungsrechts, dringend geboten“, sagte Dirk Widuch, Leiter der Rechtsabteilung der Unternehmerverbände Südhessen, anlässlich der zweiten Personalleiterkonferenz.

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