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Südhessische Metallarbeitgeber zum Aktionstag der IG Metall am 1. Oktober 2011

30.09.2011

     

  • Drechsler: „Keine Bevormundung in der Mitarbeiterauswahl!“
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Darmstadt. Der Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e.V., Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen, lehnt eine tariflich vorgeschriebene unbefristete Übernahme von Auszubildenden, wie sie aktuell von der IG Metall gefordert wird, ab. „Wir können junge Menschen doch nicht schon eine lebenslange Arbeitsplatz-Garantie aussprechen, bevor sie überhaupt eine Ausbildung angefangen und sich durch Leistung bewährt haben“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL. Ausgerechnet von Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, die in einem weltweiten Wettbewerb stehen und von einem immer kürzeren und heftigeren konjunkturellen Auf und Ab abhängig sind, einen solchen Leistungsanreiz für junge Menschen zu verlangen, entbehrt jeglicher Grundlage, so Drechsler.

Drechsler sieht hier für die südhessische M+E-Industrie auch nicht den Hauch eines Regelungsbedarfs: „Wer der M+E-Industrie allen Ernstes vorwirft, ihre Beschäftigungsverhältnisse seien prekär, der soll seinen weltfremden Blick einmal in anderen Branchen schweifen lassen.“ Der Anteil der befristet Beschäftigten betrage in der Metall- und Elektro-Industrie 3,2 Prozent – mit sinkender Tendenz. Mehr als die Hälfte der Betriebe nutzten überhaupt keine befristeten Verträge. In der Branche liege der Anteil der Zeitarbeit im Verhältnis zu den Stammbelegschaften bei nur 5 Prozent. Dies sei notwendige Flexibilität, und nicht prekär. Drei Viertel aller Azubis würden unbefristet übernommen, entweder direkt nach der Ausbildung oder nachdem sie – wie im Tarifvertrag festgeschrieben – zunächst auf ein Jahr befristet beschäftigt gewesen seien. Die anderen 25 Prozent schlössen vielfach ein Studium an oder wechselten von sich aus in ein anderes Unternehmen.

„Gemeinsam den Erfolgskurs halten ist das Gebot der Stunde, um die Betriebe zu stärken, Jobs auszubauen und neue Chancen zu erschließen“, resümierte Drechsler. Die südhessischen Metallarbeitgeber fordern die IG Metall auf, die Flexibilität für die Betriebe weiter auszubauen, statt in altes Versorgungsdenken zurückzufallen. Der Ausbau differenzierender Elemente sei oberste Priorität der 120 freiwillig organisierten südhessischen M+E-Unternehmen mit ihren 30.000 Beschäftigten. Die zurückliegende Krise habe doch gezeigt, wie wichtig angepasste Lösungen seien: für kleine und große Unternehmen, Familienunternehmen und Kapitalgesellschaften – aus unterschiedlichen Branchen von Automobil, über Metallerzeugung bis zur Medizintechnik. „Daher brauchen wir mehr Spielraum, nicht weniger – sowohl in der konjunkturellen Abwärts- als auch in der Aufwärtsbewegung“, sagte Drechsler.

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