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Neuausrichtung schulischer Angebote im Übergangsbereich

Mehr Nachfrage für duale Ausbildungsberufe

09.11.2015

Ausbildungsleiter und Lehrer aus Südhessen diskutierten am 2. November 2015 im Haus der Wirtschaft Südhessen mit Hans Dieter Speier vom Kultusministerium und Britta Bergmann von der TU Darmstadt über die Neuausrichtung schulischer Angebote im Übergangsbereich. (Foto: Privat)

Darmstadt. „Zu viele Jugendliche landen im Übergangssystem. Außerdem verharren auch die Zahlen an Studienabbrechern und unbesetzten Ausbildungsplätzen weiter auf hohem Niveau. Veränderungen sind deshalb dringend erforderlich“, sagte Reinhold Stämmler, Bereichsleiter Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Gesellschaftspolitik der VhU-Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Wie diese Korrekturen vollzogen werden und eine Neuausrichtung aussehen könnte, diskutierten am 2. November 2015 im Haus der Wirtschaft Südhessen Ausbildungsleiter und Lehrer aus Südhessen mit Hans Dieter Speier vom Hessischen Kultusministerium und Britta Bergmann vom Arbeitsbereich Technikdidaktik der TU Darmstadt anlässlich des Bildungsnetzwerktreffens.

Zum Hintergrund:

Um leistungsschwachen Schülern den Übergang in die duale Ausbildung zu erleichtern, werden die bisherigen schulischen Ansätze in Hessen durch ein neues Konzept ersetzt.

Seit August 2015 werden in den Beruflichen Schulen in Hessen die neuen Programme „Praxis und Schule“ und „Integration und Abschluss“ angeboten; bereits im dritten Jahr läuft schon das Pilotprojekt „Gestufte Berufsfachschule“.

Jüngst wurde auf dem Hessischen Bildungsgipfels nun das Konzept einer „Neuen Berufsfachschule“ verabschiedet, das ab 2017 erprobt werden soll und langfristig zur Neuausrichtung des Übergangsbereichs in Hessen führt. Es betrifft neben der klassischen zweijährigen Berufsfachschule auch die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung und die einjährige höhere Berufsfachschule.

Kernstücke einer reformierten Berufsfachschule sind: eine intensivierte Berufsorientierung und Betriebsanbindung, differenzierte Unterrichtsangebote in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik und Englisch), die professionelle Betreuung der Schüler in Profilgruppen sowie die Erstellung eines eigenen Kompetenzprofils.

 

Stimmen zur Neuausrichtung:


Matthias Haas, ENTEGA AG:
"Interessant für uns als Ausbildungsunternehmen war es zu erfahren, vor welchen Herausforderungen das Kultusministerium in der aktuellen bildungspolitischen Diskussion steht und welche Lösungen hinsichtlich weiterer Schulformen erarbeitet wurden."

Stefan Richter, Merck KGaA:
„Miteinander im Gespräch zu sein, schafft die Grundlage für vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch bei der anstehenden Veränderung von Bildungsangeboten im Übergangsbereich, Stichwort „Neue Berufsfachschule“, möchten wir uns einbringen und aktiv mitgestalten.“

Britta Bergmann, Arbeitsbereich Technikdidatik der TU Darmstadt:
„Durch die Betreuung in „Profilgruppen“ werden persönliche und soziale Themen unabhängig vom Fachunterricht gehandhabt. Sowohl die fachlichen, als auch überfachlichen Kompetenzen der Schüler werden mehrfach diagnostiziert und zurückgespiegelt, so dass sie konkrete Ansatzpunkte für ihre persönlichen Stärken und Entwicklungsbedarfe erhalten. Durch die Ergänzung des Zeugnisses um ein umfassendes Portfolio können sich die  Schüler in der Gesamtbreite ihrer Kompetenzen und Interessen darstellen.“

Thomas Reinholz, Landrat-Gruber-Schule, Dieburg:

„Es war eine tolle Veranstaltung mit einer sehr engagierten Diskussion der anwesenden Berufsbildungsexperten. Es gab viele konstruktive Hinweise an Herrn Speier vom Hessischen Kultusministerium, wie die „Neue Berufsfachschule" zum Erfolg werden kann."

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