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Nachwuchskräfte frühzeitig und praxisorientiert fördern

10.05.2011

Darmstadt. „Einblicke in Unternehmen, Arbeitsplätze, berufliche Chancen und Karrieremöglichkeiten sind für Schüler wichtige Orientierungspunkte, wenn es um die Wahl eines Berufes und eines Arbeitgebers geht. Südhessische Unternehmen gehen neue Wege, um in Zeiten des Fachkräftebedarfs und demographischen Wandels Schüler auf sich aufmerksam zu machen“, erklärt Reinhold Stämmler, Pressesprecher der Unternehmerverbände Südhessen, anlässlich des Nachbereitungstreffens der MINT-Exkursion „Faszination Schwingungen, Wellen, Spektren“ am 09.05.2011 im alten Schalthaus.
Hier präsentierten die Schüler in Gruppen ihre besonderen Highlights und berichteten über ihre Erlebnisse während der Einführung und der Praxistage. Zusammen mit Schulen und Unternehmen rekapitulierten sie, was sie aus der einwöchigen Veranstaltung gelernt hatten, ihren Nutzen und Verbesserungsvorschläge.
Ziel der von den Unternehmerverbänden Südhessen, dem Hessischen Kultusministerium, Firmen, der TU Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (ETIT), und sieben Schulen konzipierten Fachexkursion für 20 hochleistende und hochbegabte Schülerinnen und Schüler ab der 11. Klasse war es, grundlegende Inhalte des Mathematik-, Physik- und Chemieunterrichts praxisnah zu vermitteln.
Dr.-Ing. Roland B. Steck, Dekanat des Fachbereichs ETIT, ist sich der Notwendigkeit solcher Fördermaßnahmen bewusst. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, hochbegabte Schülerinnen und Schüler gerade auch für technische Studiengänge zu begeistern. Der Einführungs-Workshop am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik war eine rundum gelungene Veranstaltung, die wir gerne wiederholen möchten."
Durch den Theorie-Praxis-Bezug wird der schulische Unterricht vertieft und der Schulstoff hinsichtlich seiner Relevanz für das Berufsleben reflektiert. „Indem die beteiligten Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen und ihr neues Wissen in ihren Schulen vorstellen, ist auch ein Rücktransfer in den Unterricht gewährleistet“, sagt Jürgen Krell, Schulleiter der Eleonorenschule in Darmstadt.
Die Schüler schätzen an der Veranstaltung vor allem die Einblicke in die Praxis, Forschung und Berufswelt, die über die Inhalte des Unterrichts hinaus gingen. „Vor allem das eigene Experimentieren an in der Schule nicht vorhandenen Einrichtungen hat begeistert. Darüber hinaus werden die durch das Projekt geknüpften Verbindungen zwischen Schule, Unternehmen und TU-D eine bessere Berufsorientierung unserer Schüler ermöglichen“, so Krell weiter.
Auch der Kontakt mit gleichgesinnten Jugendlichen und zur Wirtschaft war für sie ein Highlight. „Wir kommen alle aus verschiedenen Schulen und Klassen und so hat jeder ein anderes Wissen mitgebracht. Ich denke eine solche Exkursion sollte man unbedingt um andere Bereiche und zu anderen Themen erweitern“, betont etwa Gintare Dambrauskaite. Im Zuge des Austausch mit den anderen Schülern und Wirtschaftlern wurden nicht nur fachliche Fähigkeiten ausgebaut, auch Soft Skills von Kommunikationsfähigkeit bis hin zu Teamarbeit und Präsentationsvermögen wurden gestärkt.
Die teilnehmenden Unternehmen Sirona Dental Systems GmbH (Bensheim), Schenck Process GmbH (Darmstadt), Adam Opel AG (Rüsselsheim) und Merck KGaA (Darmstadt) setzen auf eine Fortführung dieser besonderen Nachwuchsförderung, von der sie sich einen Vorsprung in der Nachwuchsrekrutierung und somit in der Wettbewerbsfähigkeit versprechen. "Hochbegabte speziell auch aus den MINT-Fächern werden in der Automobilindustrie aufgrund der Neuentwicklungen und Innovationen in der Elektromobilität besonders benötigt", sagt Hans-Dieter Weiland, Leiter Zentrale Berufsausbildung Adam Opel AG, Rüsselsheim.
„Hochbegabtenförderung gehört auch zur Schulförderung, gerade diese Schüler haben häufig eine ausgeprägte Neigung zu den Naturwissenschaften, was es weiter zu fördern gilt“, erklärt Christa Jansen, Verantwortliche für die Schulförderung bei Merck. Zwar sei mit einem solchen Projekt ein gewisser Aufwand verbunden, bestätigt Reinhard Pfeifer, Ausbildungsleiter von Sirona Dental, aber „von nichts kommt nichts!“ Insbesondere sei es wichtig, Schüler dazu zu ermuntern, den Kontakt zu den Firmen etwa mit freiwilligen Praktika in den Ferien zu vertiefen und so den Praxisbezug auszuweiten. „Auch würden wir uns wünschen, dass das Projekt für Klassen angeboten würde, die noch nicht ihre Leistungskurse gewählt haben. Denn mit der Wahl der Leistungskurse geht oft schon eine erste Orientierung für die spätere Berufswahl einher – und für diese wollen wir das Interesse für den MINT-Bereich wecken“, erklärt Pfeifer.
Walter Diehl vom Hessischen Kultusministerium war mit der Durchführung des Projekts hochzufrieden. „Die vorbildhafte Planung, Organisation und Ausrichtung des MINT-Exkurses hat für einen innovativen und wegweisenden Charakter gesorgt. Ich hoffe sehr auf eine weitere fruchtbare Kooperation mit dem Unternehmerverband Südhessen, den beteiligten Firmen und der TU-Darmstadt, damit das wertvolle Potenzial unserer Schülerinnen und Schüler gemeinsam nach Kräften unterstützt und bestmöglich gefördert wird."
„Die Exkursion hat sich für alle Beteiligten als gewinnbringend erwiesen. Mit den in diesem Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnissen, die auch durch die Evaluation bestätigt wurden, kann die Hochbegabten- und Hochleistendenförderung weiter ausgebaut und optimiert werden“, schließt Stämmler. Jetzt gelte es, das Modell an weiteren südhessischen Schulen mit Oberstufe zu integrieren, in den Landkreisen weitere Firmen zu gewinnen und natürlich auch weitere Fachbereiche von Hochschulen und Universität einzubinden.

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