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Mit innovativem Handeln Inklusion in der Gesellschaft gefördert: Unternehmerverbände Südhessen zeichnen Projekte südhessischer Schulen aus

04.04.2019

Die Innovationspreisträger 2018/19 wurden von Ulrich Schumacher (stellv. Vorsitzender UVSH, l.) und Claus Lau (Vorstandsvorsitzender UVSH, r.) geehrt.

Darmstadt. Bereits zum 20. Mal verliehen die Unternehmerverbände Südhessen am 3. April 2019 die Preise im Gesamtwert von 6.500 Euro für den diesjährigen Innovationswettbewerb an südhessische Schulen. Unter dem Motto „Inklusion – gemeinsam miteinander und voneinander lernen“ wurden die Preisträger in einem zweistufigen Verfahren durch die Jury ermittelt.

„Ein leistungsfähiges Bildungssystem zeichnet sich dadurch aus, dass die Vielfalt von Begabungen, Interessen und kulturellen Identitäten berücksichtigt werden und gleichzeitig Schülerinnen und Schüler miteinander und voneinander lernen. Nur so gelingt es uns Inklusion erfolgreich umzusetzen und eine Synergie aus Gemeinsamkeiten und individueller Förderung zu gewährleisten“, sagte Claus Lau, Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbands Südhessen, bei der Ehrung der diesjährigen Preisträger im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung 2019 der Verbände in der Orangerie in Darmstadt.

Die ausgezeichneten Projekte stünden beispielhaft für eine Inklusion, die Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung in der Bildung fördern und junge Menschen mit unterschiedlichsten persönlichen Voraussetzungen zu einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit motivieren. Durch authentische und praxisnahe Lernerfahrungen förderten sie eine nachhaltige Bildungs- und Berufsorientierung, so Claus Lau.

Zu den Preisträgern:

Mit dem Projekt „LOGISCH-gemeinsam“ erreichte die Reichenberg-Schule in Reichelsheim den ersten Platz. Zweiter Sieger wurde das Projekt „Inklusiver Ganztag im Pakt für den Nachmittag“ der beiden Babenhäusener Schulen Edward-Flanagan-Schule und Schule im Kirchgarten. Platz drei belegte die Theodor-Litt-Schule aus Michelstadt mit dem Projekt „Berufsorientierter Unterricht der Förderschule“. Mit einem Sonderpreis wurde die Langenbergschule Birkenau für ihr Projekt „Dabei sein“ geehrt.

Zum Innovationswettbewerb für südhessische Schulen:

Seit dem Schuljahr 1999/2000 loben die Unternehmerverbände Südhessen den Innovationswettbewerb für südhessische Schulen aus. Bislang wurden 285 Projekte eingereicht und Preisgelder in Höhe von 118.500 Euro vergeben. Die Beiträge werden jedes Jahr dokumentiert und den drei südhessischen Staatlichen Schulämtern sowie allen Schulen in der Region für deren pädagogische Arbeit zur Verfügung gestellt.

- Als Anlage finden Sie eine Kurzbeschreibung der vier ausgezeichneten Projekte -

Anlage:

Preisträger des Innovationswettbewerbs 2018/19 für südhessische Schulen

1. Platz: „LOGISCH-Gemeinsam“
(Reichenberg-Schule, Reichelsheim)


Die Reichenberg-Schule ist eine Grundschule des Odenwaldkreises mit 210 Schülerinnen und Schülern. Sie ist Impulsschule der Hochbegabtenförderung und hat eine Intensivklasse für Flüchtlingskinder. Die Reichenberg-Schule besuchen momentan 15 Kinder mit Inklusionsschwerpunkt in allen sonderpädagogischen Schwerpunkten. Die Kinder der Intensivklasse besuchen täglich nach ihrem Deutschunterricht die Regelklassen in allen Jahrgängen. 16 Lehrerinnen und Lehrer sowie ein Sozialpädagoge und eine Fachkraft Förderschule arbeiten an der Schule.
Das Projekt „LOGISCH-gemeinsam“ wurde von Kindern aus den Klassen 4 & 1 sowie der Garten AG umgesetzt. Teilgenommen haben hochbegabte Kinder, Flüchtlingskinder und Kinder mit sonderpädagogischer Förderung. Die Klassen 4 & 1 waren Patenklassen. Die Schüler bildeten Ideenteams, welche die verschiedenen Schritte eigenverantwortlich unter Anleitung vorbereiteten. Hierzu zählten das Keltern von Saft, der Anbau und die Zubereitung von Kürbis(suppe), das Pflanzen von Blumen sowie die anschließende logistische und arbeitsteilige Verarbeitung, Transport und Vermarktung der Produkte unter nachhaltigen Bedingungen. Ziel des Projekts war der Abbau von Barrieren und die Förderung von Lern- und Partizipationsprozessen. Die positiven Erfahrungen aus dem Projekt wurden öffentlich kommuniziert und als Projektidee an die nachfolgenden Klassen weitergegeben.

2. Platz: „Inklusiver Ganztag im Pakt für den Nachmittag“
(Edward-Flanagan-Schule / Schule im Kirchgarten, Babenhausen)


Die Edward-Flanagan-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Babenhausen. Die Schule im Kirchgarten ist eine Grundschule mit 370 Schülerinnen und Schülern aus 20 Nationen.
Der „Pakt für den Nachmittag“ ist eine Einrichtung für alle Kinder in Babenhausen: Kinder der Grundschule mit und ohne Anspruch auf sonderpädagogische Förderung sowie Kinder der Förderschule lernen gemeinsam. Nachdem die Kinder vormittags in beiden Schulen differenziert unterrichtet wurden, verbringen sie den Nachmittag gemeinsam. Den Kindern steht ein vielfältiges Angebotsspektrum zur Verfügung, damit sie an ihre Interessen, Fähigkeiten und ihr Wissen anknüpfen können. Die Kinder werden in die weitere Gestaltung mit einbezogen. Es werden Arbeitsgemeinschaften angeboten, die gemeinsam von den Kindern der Regelschule und der Förderschule sowie den inklusiv beschulten Kindern besucht werden. Schulträger, Eltern, Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler werden partizipativ in die weiteren Planungen mit einbezogen.


3. Platz: „Berufsorientierter Unterricht der Förderschule“
(Theodor-Litt-Schule, Michelstadt)


Die Theodor-Litt-Schule ist eine Mittelstufenschule mit einer integrierten Förderschule (Lernen) und wird derzeit von 476 Schülerinnen und Schülern besucht. Das Leitbild der Schule lautet: „Wir geben jeder Schülerin und jedem Schüler Zeit, sich im eigenen Lerntempo zu entwickeln. Erfolgreich lernen und die Zukunft meistern.“
Im Rahmen des Projekts besuchen die Schüler der Klasse BO2 einmal wöchentlich für sechs Unterrichtsstunden das Berufliche Schulzentrum Odenwaldkreis in Michelstadt. Sie erhalten so Einblick in die Berufsfelder Ernährung/Gastronomie, Gesundheit/Pflege, Holztechnik, Metalltechnik, Wirtschaft/Verwaltung sowie Gesundheit/Körperpflege. Die Schülerinnen und Schüler bekommen bereits vor einem möglichen Schulwechsel Einblick in den Berufsschulalltag und die vielfältigen Berufsbilder. Praxisorientiert und durch eigenes Handeln erarbeiten sie sich ein Berufsfeld und kommen mit Ausbildungsberufen in Kontakt. Zusätzlich werden Schlüsselqualifikationen wie Hilfsbereitschaft, Konfliktfähigkeit, respektvoller Umgang und Kooperationsfähigkeit geübt. Dieses Projekt leistet einen Beitrag zur Einrichtung inklusiver Schulbündnisse im Odenwaldkreis.

Sonderpreis: „Dabei sein“
(Langenbergschule, Birkenau)


Die Langenbergschule in Birkenau ist eine Haupt- und Realschule mit derzeit 420 Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit dem Birkenauer Inklusionsverein „Wir DABEI!“ wurde auf Betreiben des Schulhausmeisters Michael Böhler das Musikprojekt „Dabei sein“ initiiert. Der Verein und Michael Böhler unterstützen seit elf Jahren unter dem Motto „Durch Akzeptanz Behinderung erfolgreich integrieren“ aktiv Inklusion in der Gesellschaft. Freiwillige Sängerinnen und Sänger zwischen 3 und 14 Jahren mit und ohne Behinderung nahmen im Rahmen des Projekts gemeinsam eine Musik-CD auf. Neben Melodie und Text wurde das Musikstück auch in Gebärdensprache aufgenommen. Während der Proben und Aufnahmen ist eine inklusive Gemeinschaft zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Vereinsmitgliedern entstanden, die gemeinsam beispielhaft den Inklusionsgedanken lebt.

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