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„Industrie“ 4.0 und ihre Auswirkungen auf Wertschöpfungsketten, Produktlebenszyklen und Geschäftsmodelle

15.10.2015

Darmstadt. „Im Zeitalter von „Industrie 4.0“ müssen wir uns fragen: Wie können wir unsere Produkte schneller und besser machen? Wie können unsere Mitarbeiter die dafür nötigen Fähigkeiten erwerben? Und wie können wir unsere Daten noch besser nutzen, aber auch besser schützen als bisher?“, sagte Dr. Albrecht Hallbauer, Vorsitzender des VhU-Beirates Südhessen, zu Beginn der Herbstsitzung am 14. Oktober 2015 im Haus der Wirtschaft Südhessen.

Obwohl „Industrie 4.0“ derzeit in aller Munde, hinke die Wirklichkeit in den Unternehmen der rasanten Entwicklung hinterher. In einer aktuellen Umfrage von Rochus Mummert gaben 56 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, nicht genau zu wissen, was hinter der Bezeichnung „Industrie 4.0“ stecke. Drei Viertel der befragten Unternehmen äußerten, dass sie zwar das Thema „Industrie 4.0“ auf der Agenda hätten, aber die damit verbundenen Möglichkeiten in der Praxis noch nicht nutzten.

„Deshalb freut es uns, dass jetzt in Darmstadt, und damit direkt vor der Nase unserer Mitgliedsunternehmen, ein Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ entsteht“, sagte Wolfgang Drechsler, VhU-Geschäftsführer Darmstadt und Südhessen. Auf Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) soll es vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder unterstützt werden.

Maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Antrag für das Kompetenzzentrum hatte Prof. Anderl, Fachgebietsleiter „Datenverarbeitung in der Konstruktion“
im Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt
und Mitglied von acatech (der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften). Er referierte auf der Beiratssitzung über die Chancen, die „Industrie 4.0“ gerade dem Mittelstand biete, um seine  Wettbewerbsfähigkeit und damit seine unternehmerische Zukunft zu sichern.

„Zentrale Ansätze sehe ich in der Verbesserung der Wertschöpfungsketten und  Produktlebenszyklen sowie bei die Entwicklung und Etablierung neuer Geschäftsmodelle. Hierzu tragen „Cyber-Physische Systeme“ mit ihrer Vernetzbarkeit und Kommunikationsfähigkeit entscheidend bei. Denn sie führen zu mehr Flexibilität und höherer Individualisierung in der Produktion, aber auch zu neuer Funktionalität der Produkte und damit einhergehenden Dienstleistungen“, sagte Anderl.

Stefan Pollmeier, Geschäftsführer der ESR Pollmeier GmbH in Ober-Ramstadt, äußerte sich anschließend aus Unternehmersicht hierzu. „Die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht uns eine stärkere Vernetzung mit unseren Kunden und Lieferanten. Dabei rücken, über die klassische IT hinaus, die Logistik und das Produkt immer mehr in den Fokus“, so Pollmeier.

Ein wichtiges Fazit der Veranstaltung war, jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden, um die Potentiale von „Industrie 4.0“ für alte und neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsfelder zu nutzen. Die dafür nötigen Investitionen sind aber nur bezahlbar, wenn bereits bestehende und zu erwartende künftige Standards die Basis bilden.

Prof. Dr. Reiner Anderl bei seinem Vortrag im Haus der Wirtschaft Südhessen. (Foto: Claus Völker)

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