Menü

Unternehmerverband Südhessen e.V.

Haus der Wirtschaft Südhessen
Rheinstraße 60
64283 Darmstadt

Postfach 11 01 64
64216 Darmstadt

06151 2985-0
pr.darmstadt@remove.this.uvsh.de

Hier finden Sie eine Anfahrtsbeschreibung samt Skizze: PDF Download

Kein Ausbildungsplatz darf unbesetzt bleiben

30.08.2011

Im Flyer "Mitarbeiteprofile", erhältlich bei der VhU-Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen, sind wesentliche Anforderungen südhessischer Unternehmen zu ausgewählten Berufen und überfachlichen Kompetenzen abgebildet.

     

  • Übergangssystem verschlingt Milliarden
  • Nein zur Übernahmeverpflichtung
  •  

Darmstadt. „Eine intensivere Förderung und Integration ausbildungsschwacher Jugendlicher ist angesichts der offenen Ausbildungsstellen in Zeiten des stetig steigenden Fachkräftebedarfs dringend notwendig“, fordert Reinhold Stämmler, Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der VhU Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen, zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres.
„Die Ausbildung ist eine der zentralen Maßnahmen zur Abdeckung des Fachkräftebedarfs. Daher darf es nicht sein, dass aufgrund mangelnder Qualifikationen seitens der Bewerber Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben“, so Stämmler weiter. Dazu müssten Kooperationen von Schulen und Betrieben weiter ausgebaut werden. Als Vorbild nennt Stämmler ein mit Firmen erstellten Flyer Mitarbeiterprofile. In ihm sind wesentliche Anforderungen südhessischer Unternehmen zu ausgewählten Berufen und überfachlichen Kompetenzen abgebildet.
Indem diese schon im Schulunterricht berücksichtigt würden, könnten die Kosten zwischen fünf und sechs Milliarden Euro, die jährlich in das Übergangssystem für nicht vermittelte Schüler fließen, erheblich gesenkt werden. „Oft bekommen Schüler nicht direkt nach ihrem Abschluss einen Ausbildungsplatz. Manchmal liegt es an den Noten, manchmal daran, dass sich die meisten Schüler auf die immer gleichen Berufe bewerben, ohne ihre Möglichkeiten unter den 350 Ausbildungsberufen überhaupt alle zu kennen“, erklärt Stämmler. Diese Schüler landeten dann oft in Förder- und Nachhilfestunden oder Betreuungsangeboten, die von der Agentur für Arbeit finanziert werden. „Statt Schüler für viel Geld nach dem Abschluss irgendwie zu beschäftigen, sollten die finanziellen Mittel besser in die schulische Bildung gesteckt werden, damit es erst gar nicht zu solchen Übergangsproblematiken kommt“, so Stämmler weiter.
Die seitens der Gewerkschaften geforderte unbefristete Übernahmeverpflichtung von Auszubildenden hält Stämmler hingegen für kontraproduktiv. „In unserer Leistungsgesellschaft sollte die Jugend nicht darauf getrimmt werden, dass sie sich nur einmal in ihrem Leben bemühen müsse, frei nach dem Motto: wenn du einmal einen Ausbildungsplatz hast, hast du für den Rest deines Lebens den Job sicher.“ Auch wäre damit ein falsches Signal in Richtung der Unternehmen gegeben, die bei nicht vorhandenen Aufträgen oder auch bei einer Ausbildung über Bedarf sich nicht jede Übernahme leisten können. Darüber hinaus gilt in der M+E-Branche schon jetzt die Regel, dass Azubis nach ihrer Ausbildung zunächst für ein Jahr übernommen werden.

Zurück zur Übersicht

Aktuelles

Ihre Ansprechpartnerin

Fabienne Bardonner, B.Sc.

Leiterin Kommunikation und Gesellschaftspolitik

06151 2985-42
fbardonner@remove.this.uvsh.de