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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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EMPLOYER BRANDING – Mit einer starken Marke bei Bewerbern punkten

15.06.2012

Die Referenten des 7. Darmstädter Forums (v.3.v.l.) Ulla Britt Siebrecht, Merck KGaA; Pia Heintz-Kästner, Schenck Process GmbH; Prof. Dr. Wolfgang Appel, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, und Dirk Widuch, Unternehmerverbände Südhessen, zusammen mit der Moderatorin Margit Lieverz (2.v.l) und dem Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Drechsler.

Das „7. Darmstädter Forum für Arbeitsrecht und Personalmanagement“ stand in diesem Jahr unter dem Motto „EMPLOYER BRANDING – Mit einer starken Marke bei Bewerbern punkten“. Namhafte Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten am 14. Juni 2012 im Haus der Wirtschaft Südhessen darüber, wie sich Unternehmen aus der Masse hervorheben und als attraktive Arbeitgeber positionieren können.
Obwohl sich Berufseinsteiger und Berufserfahrene meist am Bekanntheitsgrad orientieren und deshalb eher große und international agierende Firmen bevorzugen, haben auch kleine und mittelständische Unternehmen einiges zu bieten. Man denke beispielsweise an kurze Entscheidungswege und die Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen. Angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs ist es gerade für sie überlebenswichtig geworden, eine starke und unverwechselbare Arbeitgebermarke zu entwickeln und zu pflegen.
Prof. Dr. Wolfgang Appel, früher zuständig für HR-Grundsatzfragen bei der BASF und seit 2007 Professor für Personalmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, empfahl den Unternehmern: „Jeden Tag sollten wir darüber nachdenken, warum ein Mitarbeiter nun ausgerechnet für uns arbeiten möchte. Inzwischen bewerben sich nämlich nicht mehr die Leute bei uns - sondern wir bei ihnen!“
Anhand der aktuellen Recruiting-Kampagne „Make great things happen“ der Merck KGaA zeigte Ulla Britt Siebrecht, Head of Employer Branding, den Teilnehmern des Forums anschaulich, wie man verschiedene Zielgruppen - vom Schüler über den Student bis hin zum Absolvent und zum Professional – erfolgreich ansprechen kann, auch wenn man noch nicht weltweit bekannt ist oder in einer attraktiven Großstadt wie Hamburg oder München angesiedelt ist. Sie betonte, dass eine solche Kampagne letztlich nicht nur einer sorgfältigen Planung bedarf, sondern auch einer permanenten Rückkopplung mit den einzelnen Zielgruppen, um sicherzustellen, dass die wesentlichen Botschaften auch wirklich ankommen.
Pia Heintz-Kästner, Director Human Resources bei der Schenck Process GmbH, machte den Anwesenden Mut, dass es auch KMU mit geringem Budget und wenigen personellen Ressourcen schaffen können, auf sich aufmerksam zu machen. Für sie fängt „Employer Branding“ mit der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter an, denn sie sind die besten und glaubwürdigsten Botschafter nach außen. Des Weiteren ist für sie entscheidend, dass der erste Eindruck, den ein Bewerber und später dann Mitarbeiter vom Unternehmen bekommt, ein positiver und somit bleibender ist. So bekommen neue Mitarbeiter zum Beispiel eine Willkommens-Postkarte vor dem offiziellen Arbeitsbeginn und einen Blumenstrauß am ersten Arbeitstag.
Die Personalbeschaffung setzt eine ganzheitliche und wertschätzende Sichtweise voraus. Nicht zuletzt sollten dabei auch arbeitsrechtliche Aspekte beachtet werden. Darauf verwies Rechtsanwalt Dirk Widuch, Leiter der Rechtsabteilung bei den Unternehmerverbänden Südhessen, und erläuterte diese anhand von Recruitingmaßnahmen. Man denke an Stellenausschreibungen und –besetzungen und die allerorts geforderte besondere Berücksichtigung von Frauen und Schwerbehinderten. Hat man einen geeigneten Bewerber gefunden, will auch das Absagen gelernt sein, damit man später keine Entschädigungs-klagen auf den Tisch bekommt.
„Die große und positive Resonanz auf die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig das Thema „Employer Branding“ heute für Unternehmen ist. Sie müssen alles versuchen, um gute Bewerber zu finden, zu überzeugen und zu halten, um im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können“, stellt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen, abschließend fest.

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