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Drechsler: „Menschen mit ausländischen Wurzeln in Arbeit aktivieren“

VhU zu den Arbeitsmarktzahlen in Südhessen im Juni 2012

28.06.2012

  • Nur leichter Rückgang saisonal bedingt
  • Bessere Integrationserfolge wichtig für Wirtschaft und Gesellschaft
  • Über 10.000 offene Stellen in Südhessen

Darmstadt. Saisonüblich ist nur ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Im Juni waren in Südhessen 26.935 Menschen arbeitslos gemeldet und damit lediglich 85 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 Prozent.
„Die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit fast 20 Jahren dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch viel zu viele Menschen keinen Job haben, die arbeiten können.
Ein immer wichtiger werdendes Arbeitskräftepotenzial sind Migranten. Arbeitsagenturen und vor allen Dingen Jobcenter müssen arbeitslose Menschen mit ausländischen Wurzeln noch erheblich konsequenter aktivieren.
Weil 40 Prozent keinen Berufsabschluss haben, kann der Einstieg oft nur über niedrig entlohnte Tätigkeiten gelingen. Dies sollte als Chance zum Aufstieg begriffen und nicht von Gewerkschaften und Sozialverbänden als prekär diffamiert werden“, sagt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Die Arbeitslosenquote unter Migranten sei heute mehr als doppelt so hoch wie unter Deutschen, gleichzeitig sei die Erwerbsbeteiligung niedriger. Erfreulicherweise sei das Thema Integration von Migranten in den letzten Jahren in den Fokus der Bundes- und Landespolitik gerückt und habe auch zu ersten kleinen Erfolgen wie der Anhebung der Abiturienten- und Ausbildungsquote geführt.
„Zwar haben in Hessen nur rund 10 Prozent der über 65-jährigen ausländische Wurzeln, bei den unter 6-jährigen beträgt dieser Anteil jedoch schon rund 44 Prozent. In einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft sind bessere Integrationserfolge deshalb lebenswichtig für Wirtschaft und Gesellschaft. Ausgangspunkt muss eine erfolgreichere Bildungspolitik sein, die mit der frühkindlichen Förderung beginnt, damit in der ersten Klasse alle deutsch sprechen“, fordert Drechsler.

Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Südhessen beläuft sich auf über 10.000. Dies sind mehr als doppelt so viel, als die bei der Agentur für Arbeit Darmstadt gemeldeten 4.616 Stellen, weil mit Internet, Zeitung oder persönlichem Netzwerk auch andere Wege für die Arbeitskräftesuche genutzt werden.
"Auf welchem Weg ein Arbeitgeber eine Stelle besetzt, muss allein ihm überlassen bleiben. Einen Meldezwang für Arbeitgeber lehnen wir ab. Aufgabe der Arbeitsagenturen und Jobcentern ist es, sich durch gute Stellenvermittlungsarbeit als Ansprechpartner für Unternehmen attraktiv zu machen", so Drechsler weiter.

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