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Drechsler: "Mehr Arbeit für Schwerbehinderte möglich, wenn Landkreise ihre Hausaufgaben machen"

VhU zu den Arbeitsmarktzahlen in Südhessen im April 2012

02.05.2012

Darmstadt. Im April meldeten sich 27.918 Menschen in Südhessen arbeitslos, dies ist ein leichter Anstieg um 46 Personen gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,2 Prozent. Der Arbeitsmarkt in Südhessen verliert im April an Dynamik und bleibt deutlich unter dem bundesweiten Rückgang der Arbeitslosigkeit (minus 2 Prozent).

528 Schwerbehinderte sind im April in Südhessen arbeitslos gemeldet. „Die Zahl der landesweit beschäftigten schwerbehinderten Menschen ist in den letzten Jahren stetig auf zuletzt rund 105.000 gestiegen. Es könnten noch mehr in Arbeit kommen, wenn die Schwerbehinderten-Eigenschaft von Hartz-IV-Arbeitslosen von den Jobcentern der Landkreise richtig erkannt würde. Es kann kein statistischer Zufall sein, wenn der Anteil Schwerbehinderter an den Arbeitslosen bei sämtlichen hessischen kommunalen Jobcentern nur gut halb so hoch ist wie bei den Arbeitsagentur-Jobcentern. Die Landkreise müssen hier ihre Hausaufgaben machen, die ihnen notfalls der hessische Sozialminister als Aufsichtsbehörde aufgeben muss", sagt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.
Eine erfolgreiche Vermittlung in Arbeit sei nur möglich, wenn der Fallmanager den Unterstützungsbedarf eines Arbeitslosen genau kenne. Bei Anhaltspunkten über gesundheitliche Einschränkungen müsse eine Abklärung durch Fachleute erfolgen, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den hierfür zuständigen Reha-Beratern der Arbeitsagentur.
„Wo ein Jobcenter eines Landkreises nicht selbst über das nötige Expertenwissen verfügt, muss es sich bei anderen kundig machen. Damit noch mehr Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen im Hartz-IV-Bezug die Chance auf Arbeit bekommen, würde ich mir wünschen, dass alle Verantwortlichen rasch überprüfen, was sie besser machen können. Zwar spart eine unterlassene Reha-Maßnahme zunächst eine Menge Geld, schon auf mittlere Sicht kostet aber jeder Dauerarbeitslose ein Vielfaches", so Drechsler.

Die bei der Agentur für Arbeit Darmstadt gemeldeten offenen Stellen liegen bei 4.875. Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Südhessen beläuft sich auf rund 10.800. Dies ist mehr als doppelt so viel, als die Unternehmen über die Arbeitsagenturen suchen, da mit Internet, Zeitung oder persönlichem Netzwerk auch andere Wege für die Arbeitskräftesuche genutzt werden.

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