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Drechsler: "Arbeitslosenversicherung krisenfest machen: Zweckentfremdung von Beiträgen stoppen!“ // Rund 10.000 offene Stellen in Südhessen

29.02.2012

Darmstadt. Der Arbeitsmarkt in Südhessen bleibt trotz Kälteeinbruch unverändert bei 28.165 Arbeitslosen und ist damit weiter stabil. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,3 Prozent.
„Wir erleben einen Arbeitsmarkt, der auch dank flexibler Beschäftigungsmöglichkeiten weiter in einer grundsoliden Verfassung ist. Mit einer Aktivierungsoffensive der Jobcenter in den ersten Arbeitsmarkt könnte er noch besser werden. Der nächste Abschwung kommt im Auf und Ab der Konjunktur bestimmt. Und je flexibler die Beschäftigungsmöglichkeiten dann für die Unternehmen sind, umso besser können sie ihre Personalmaßnahmen gestalten“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Wenn die Politik die Arbeitslosenversicherung für den Abschwung krisenfest machen wolle, müsse sie endlich die milliardenschwere Zweckentfremdung von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung durch den sog. Eingliederungsbeitrag stoppen. Die Arbeitgeber-Bundesvereinigung und die VhU unterstützten hierzu zwei Klagen, über die das Bundessozialgericht heute in Kassel hoffentlich im Sinne der Beitragszahler entscheidet.
Seit 2005 seien rund 30 Mrd. Euro aus der Arbeitslosenversicherung in den Bundeshaushalt umgeleitet worden, zuletzt war dies fast jeder fünfte Euro. Finanziert würden mit dem Geld Verwaltungsausgaben und Arbeitsförderungsmaß-nahmen für Hartz-IV-Empfänger.
„Es ist richtig und wichtig, noch viel mehr Menschen aus Hartz IV in Arbeit zu bringen. Völlig falsch ist es aber, dafür Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit überhöhten Beiträgen zu überziehen. Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe muss Hartz IV von der gesamten Gesellschaft aus Steuern finanziert werden und damit auch von Politikern, Beamten, Richtern und Rentnern“, so Drechsler.

Im Februar waren 4.405 offene Stellen bei der Agentur für Arbeit Darmstadt gemeldet. Das Gesamtangebot an offenen Stellen in Südhessen beläuft sich auf rund 10.000. Dies ist mehr als doppelt so viel, als Unternehmen über die Arbeitsagenturen suchen, da mit Internet, Zeitung oder persönlichen Netzwerken auch viele andere Suchwege zur Verfügung stehen.

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