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Digitale Infrastruktur ausbauen – Energieversorgung nachhaltig sichern und Stromkosten reduzieren

VhU-Beirat Südhessen formuliert auf Herbstkonferenz Erwartungen nach der Bundestagswahl 2017

18.10.2017

Herbstkonferenz des VhU-Beirats Südhessen zu Gast bei der ENTEGA AG in Darmstadt.

Darmstadt. Mit den Themen Digitalisierung, zukunftssichere Energieversorgung und den Erwartungen der südhessischen Wirtschaft nach der Bundestagswahl 2017 beschäftigte sich der VhU-Beirat Südhessen auf seiner Herbstkonferenz am 18. Oktober bei der ENTEGA AG in Darmstadt.
„Fortschreitende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft führt zu umfassenden Veränderungsprozessen, auch in Südhessen. Wenn es uns jetzt gelingt, die Rahmenbedingungen für eine vernetzte Wirtschaft mit wettbewerbsfähigen Akteuren und einen Ausbau der digitalen Infrastruktur zu gewährleisten, werden wir auch zukünftig Wachstum, Wohlstand und Innovationsfähigkeit erhalten.
Hierzu gehört ein beschleunigter Ausbau von mobilen Breitbandnetzen mit mindestens 50 Mbit/s und Glasfaserversorgung im ländlichen Raum sowie eine intelligente Energiepolitik, die Stromkosten senkt und umweltverträglich zur flächendeckenden und sicheren Energieversorgung der gesamten Region beiträgt. Dabei sind regenerative Energieformen besonders zu unterstützen. Von der neuen Bundesregierung erwarten wir eine Kurskorrektur und keine neuen Subventionszusagen für Ökostromanlagen. Wir brauchen zukunftsorientierte und flexible Strukturmaßnahmen, auch im Gesetzgebungsprozess und eine Beseitigung des Standortnachteils im internationalen Kostenwettbewerb bei der EEG-Umlage, die aktuell mit 6,792 ct/KWh weiterhin viel zu hoch die Stromverbraucher belastet“, forderte Jürgen Streit, Vorsitzender des VhU-Beirats Südhessen.

Für Matthias W. Send, Prokurist und Leiter Unternehmenskommunikation & Public Affairs bei der ENTEGA AG ist der Energiemarkt als Versorgungs- und Dienstleistungsmarkt der Zukunft einem rasanten Wandel im digitalen Zeitalter ausgesetzt. Industrie 4.0, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz werden zum Schlüsselthema des wirtschaftlichen Strukturwandels, insbesondere die Entwicklung zum digitalen Energieversorger. Die zentrale Botschaft seines Vortrags lautet:
„Der Megatrend Digitalisierung wird unaufhaltbar alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche durchdringen. ENTEGA ist – ob wir wollen oder nicht – Teil dieser digitalen Welt. Wir müssen uns den Herausforderungen der Digitalisierung stellen, in der wir viele Chancen sehen. Die digitale Welt folgt einem komplett anderen, schnelleren Takt. Wir müssen deshalb als Unternehmen schneller werden, offener, risikofreudiger und veränderungswilliger – vor allem bei der Entwicklung neuer smarter Produkte und Dienstleistungen. Wir haben dabei ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen in fünf Jahren zu den führenden digitalen Energieversorgern in Deutschland gehören.“

Die Ergebnisse, Bewertungen und Herausforderungen nach der Bundestagswahl 2017 aus Sicht der südhessischen Unternehmer waren ebenfalls Thema bei den 30 Unternehmensvertretern aus 22 Branchen.
„Die Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse und Arbeitsabläufe, die Alterung der Gesellschaft und eine globalisierte Welt brauchen mutiges und reformorientiertes politisches Handeln. Die Perspektiven für unsere weltoffene und wirtschaftlich starke Region in einem vereinten und leistungsfähigen Europa mit 500 Mio. Menschen sind gut, wenn wir uns nicht auf den Lorbeeren von gestern ausruhen. Mit ‚mehr Wirtschaft wagen‘ verbessern sich nicht nur die Standortbedingungen, sondern auch die Wirtschaftskraft.
Wir brauchen deshalb dringend eine Neugestaltung des Arbeitsrechts, das nicht länger der rasanten Entwicklung der vernetzten Arbeitswelt 4.0 hinterherhinkt. Gesetzliche Novellierungen in der nächsten Legislaturperiode, ganz besonders bei Arbeit, Steuern, soziale Sicherheit und Bildung, sollen die Grundlage für Innovationskraft und Flexibilität sein und nicht als bürokratisches Korsett die Wettbewerbsfähigkeit hemmen.
Um die Bindungskräfte in unserer Gesellschaft zu stärken ist es notwendig, dass die Deutungshoheit bei der Sicherung der Altersvorsorge, Integrations- und Einwanderungspolitik, der Stärkung des Bildungssystems und dem Ausbau der Energieversorgung nicht den Populisten und Abschottungsbefürwortern im Parlament überlassen bleibt“, resümierte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

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