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Unternehmerverband Südhessen e.V.

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Die südhessischen Unternehmen 2017

Ein Ausblick auf das neue Jahr

20.12.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder,

viele Aufgaben kommen 2017 auf uns zu!

Zwar erwartet die südhessische Industrie ein leichtes Wachstum im neuen Jahr. Aber Themen wie Brexit, Freihandelsabkommen, Flüchtlinge, Gesetzesinitiativen, das schlechte Bildungsranking, die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme und die Modernisierung der Gesellschaft durch die digitalen Technologien verlangen zusätzliche Anstrengungen. Im Lutherjahr werden wir uns insbesondere mit dem Megathema Wandel der Arbeitswelt und dem Arbeitsrecht in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie mit der anstehenden Bundestagswahl beschäftigen.

Die Herausforderungen nehmen zu:
Die andauernde Volatilität aufgrund weltweit zunehmender instabiler politischer Strukturen verunsichert auch die südhessische Wirtschaft. Fehlende Planungssicherheit und protektionistische Tendenzen belasten den Export und damit auch die volkswirtschaftliche Gesamtentwicklung. Insbesondere die EU und Deutschland profitieren vom internationalen Freihandel. Neue Handelsbarrieren und Abschottungen sind deshalb Gift für die im weltweiten Wettbewerb stehenden Unternehmen.

Angesichts dieser Risiken darf die deutsche Politik die Kosten für den Faktor Arbeit nicht weiter erhöhen. Ein Überbietungswettbewerb an sozialstaatlichen Wohltaten im Wahlkampf ist auch mit Blick auf die großen Anstrengungen zur Qualifizierung und Integration von Flüchtlingen ein völlig falsches Signal.

Hinzu kommen die Kosten der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt, bürokratische Belastungen sowie der Investitionsstau bei der Erneuerung und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Wir wollen, dass die Produkte und Dienstleistungen unserer südhessischen Unternehmen auch künftig nachgefragt werden, sodass unsere Firmen ihre Wettbewerbsfähigkeit behalten und gar verbessern können!

Deshalb unterstützen und vertreten wir unsere Mitglieder nicht nur in allen Fragen des Arbeitsrechts, sondern auch mit einem innovativen branchenübergreifenden Netzwerk, maßgeschneiderten Beratungs- und Weiterbildungsangeboten sowie analogen und digitalen Initiativen zur Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung.

Wir brauchen deshalb mehr Arbeitszeitflexibilität und dringend ein großes „Upgrade“ im Arbeitsrecht, sonst drohen schwere Fehler im Betriebssystem.

An vielen Stellen gibt es gewaltigen Veränderungsbedarf, allen voran bei der Vereinfachung und Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts, des Arbeitsschutzes und des Datenschutzes, aber auch des Betriebsverfassungsrechts. Der Blick auf die Arbeitswelt muss aber auch die Gesellschaft und ihr Bildungssystem mit einbeziehen. Während sich die Bildungspolitik im Schneckentempo mit digitalen Bildungsfragen und Reformen zur Steigerung der Bildungsqualität beschäftigt, befinden sich Wissenschaft und Arbeitswelt im rasanten Veränderungsprozess. Daher müssen wir aufpassen, dass sich der Reformstau nicht zu einem Bremsklotz für Wachstum und Innovationsfähigkeit entwickelt.

Ihnen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches 2017!


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Drechsler

Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen

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Fabienne Bardonner, B.Sc.

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