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„Chancen der digitalen Arbeitswelt durch kluge politische Rahmenbedingungen freisetzen!“

Mainzer Bischof Kohlgraf spricht über die Arbeit der Zukunft aus christlicher Perspektive // Podiumsdiskussion zu Wirtschaft und Ethik im digitalen Zeitalter

21.08.2019

Bischof Peter Kohlgraf aus Mainz sprach im Haus der Wirtschaft Südhessen zum Wandel der Arbeitswelt aus christlicher Perspektive.
Claus Lau (Bosch Rexroth AG, Erbach, l.) und Matthias Bürk (Merck KGaA, Darmstadt, r.) im Gespräch mit Bischof Kohlgraf.

Darmstadt. Zum Thema ‚Digitale Arbeitswelt‘ sprach der Mainzer Bischof Prof. Peter Kohlgraf auf Einladung der Unternehmerverbände Südhessen am 21. August 2019 im Haus der Wirtschaft Südhessen in Darmstadt. In seinem Vortrag „Humankapital oder Mitarbeiter an Gottes Schöpfung? Menschen in der Arbeitswelt heute“ beleuchtete er das Thema aus christlicher Perspektive.

Den Vortrag in der Veranstaltungsreihe ‚Wirtschaft im Dialog‘ besuchten rund 100 Vertreter aus den Mitgliedsunternehmen sowie Gäste aus Politik, Öffentlichkeit und Medien.

Anschließend erörterten Claus Lau (Vorstandsvorsitzender Unternehmerverband Südhessen und Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL und Standortleiter Erbach, Bosch Rexroth AG) und Matthias Bürk (Vorstandsmitglied Unternehmerverband Südhessen und Standortleiter Darmstadt, Merck) das Thema im gemeinsamen Gespräch mit Bischof Kohlgraf aus unternehmerischer Sicht.

„Für unseren Wirtschaftsstandort bieten Digitalisierung und Industrie 4.0 enorme Chancen. Jede technologische Revolution hat bisher stets zu mehr Produktivität geführt und mehr Arbeitsplätze geschaffen. Der Mensch wird auch weiterhin entscheidender Faktor in unseren Industriebetrieben sein. Durch künstliche Intelligenz und Robotik können wir vielmehr Menschen von beschwerlichen Arbeiten entlasten, den Gesundheitsschutz verbessern und Freiräume für Kreativität und Innovationen schaffen“, sagte Claus Lau.

„Technologie dient dem Menschen, sei es im privaten oder im beruflichen Umfeld. In unserer zunehmend digitalen Arbeitswelt ist es für uns wichtig, den Menschen im Umgang mit neuen Technologien die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln. Zudem müssen wir die Rahmenbedingungen an die digitale Wirklichkeit anpassen – sei es durch eine flexiblere Regelung der Arbeitszeit, entsprechende Bildungsstandards oder ein klares Ethikverständnis im Umgang mit Daten“, ergänzte Matthias Bürk.

Die Kernaussage von Bischof Kohlgraf mit Blick auf die digitale Arbeitswelt lautete:
„Unsere moderne Gesellschaft ist in konstantem Wandel – und dies wird besonders in der Arbeitswelt spürbar. Globalisierung und Digitalisierung sind Megatrends, die sich massiv auf unser Arbeiten und die Arbeitswelt auswirken. Es ist mir wichtig, dass Christen sich in diesen Prozessen zu Wort melden und ihre Perspektive einbringen. Der Maßstab dabei ist das christliche Menschenbild und die Würde der menschlichen Arbeit, die in der Würde des arbeitenden Menschen wurzelt – und nicht in der Leistung, die er oder sie erbringt. Wie eine in diesem Sinne menschen-gerechte Ausgestaltung der Arbeitswelt aussieht, muss immer wieder durchbuchstabiert und konkretisiert werden.“

„Erfolgreiche Unternehmen mit leistungsorientierten Mitarbeitern sorgen für Beschäftigungsrekorde und hohe Steuereinnahmen im Strukturwandel. Der Wirtschaftsstandort ist in den vergangen Jahren durch Innovationen, konjunkturellen Rückenwind und Reformen stetig gewachsen. Das waren günstige Voraussetzungen. Nun gilt es, auch bei sich abschwächender Konjunktur, die digitale Transformation der Arbeitswelt erfolgreich weiter zu gestalten. Ein wichtiger Baustein ist die kontinuierliche Qualifizierung und lebenslanger Kompetenzerwerb in der gesamten Bildungskette. Somit können wir weiterhin sichere und gute Arbeitsplätze schaffen und unserer sozialen Verantwortung nachkommen“, forderte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen.

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