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Bildung als Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Gesellschaft stärken

38. Jahresgespräch der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Südhessen fokussiert Kurskorrektur in der Bildungspolitik // Prof. Dr. Nida-Rümelin referiert „Zur Krise der beruflichen und akademischen Bildung“

19.06.2017

Darmstadt. „Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in der Wirtschaft und die Digitalisierung vieler Lebensbereiche erfordern ein zukunftsorientiertes Bildungssystem, das auf diese Herausforderungen Antworten gibt und die Arbeitswelt von Morgen bereits heute im Blick hat.
Dabei gilt es die Vielfalt von Begabungen, Interessen und kulturellen Identitäten zu berücksichtigen, wie auch die ökonomischen Bedingungen und eine praxisbezogene und ergebnisorientierte Berufsorientierung“, sagte Reinhold Stämmler, Geschäftsführer der Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Südhessen, in seinem Geschäftsbericht anlässlich des 38. Jahresgesprächs der Arbeitskreise am 19.06.2017 bei der Merck KGaA in Darmstadt.

Im Schuljahr 2016/17 organisierten die vier Arbeitskreise 28 Veranstaltungen in Kooperation mit über 50 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen. Das Fortbildungsprogramm nutzten 900 Lehrkräfte, 23.000 Schüler und Eltern.

Der Philosoph und Kulturstaatsminister a. D. Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin sprach als Gastreferent „Zur Krise der beruflichen und akademischen Bildung“.
Die Bildungspolitik schlage eine falsche Richtung ein, da die berufliche Bildung in Deutschland und Europa seit Jahren vernachlässigt werde und gleichzeitig die akademische Bildung an Qualität verloren habe. Obwohl beide Bildungswege verschieden seien, hätten sie die gleichen Werte und Ziele: jede Person nach den jeweiligen Fähigkeiten bestmöglich (aus)bilden. Daher müsse zum einen die berufliche Bildung gestärkt werden und zum anderen die akademische Bildung qualitativ verbessert werden. Ein Aufgeben dieser Werte und Bildungsideale bzw. eine Vernachlässigung der beruflichen Bildung verstärkten den Fachkräftebedarf, der durch demographischen Wandel in Zukunft ohnehin drohe.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten Lehrkräfte und Schüler der Max-Planck-Schule Rüsselsheim ihr Projekt ‚Planckini-Labor‘. Bereits im März 2017 wurden sie hierfür mit dem 1. Platz des Innovationswettbewerbs der Unternehmerverbände Südhessen ausgezeichnet.
Ziel des Programms ist es, Grundschüler aus der Region bereits vor ihrem Wechsel auf eine weiterführende Schule besser über den naturwissenschaftlichen Unterricht an einem Gymnasium zu informieren. Mithilfe eines Praktikums sollten sie Einblicke in naturwissenschaftliche Arbeitsweisen erhalten, selbst experimentieren und schließlich für die Wahl eines Gymnasiums mit MINT-Schwerpunkt begeistert werden. Grundschüler der 3. und 4. Klasse erkundeten naturwissenschaftliche Phänomene, indem sie selbst ein Problem formulierten, Hypothesen bildeten, gemeinsam eine Lösungsstrategie entwickelten und im Rahmen eines Experiments diese gemeinsam überprüften. Gleichzeitig sollten Oberstufenschüler/-innen, die im Projekt Tutorenrollen übernommen hatten, für die Didaktik der Naturwissenschaften gewonnen und geschult werden.

„Technologischer Fortschritt, veränderte Berufsbilder und neue Arbeits- und Qualifikationsmodelle betreffen den gesamten Bildungsbereich von der frühkindlichen über die schulische bis hin zur beruflichen und universitären Bildung. Das Leuchtturmprojekt ist ein Beispiel für gelingende Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung in der Bildung. Durch authentische Einblicke und persönliche Lernerfahrungen fördern sie eine nachhaltige Bildungs- und Berufsorientierung“, resümierte Reinhold Stämmler.

v.l.n.r: Reinhold Stämmler (Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT Südhessen), Dr. Christa Jansen (Merck KGaA), Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (Ludwig-Maximilians-Universität München) mit den Preisträgerinnen des Innovationswettbewerbs.

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